5 Gründe, um 5 Moments of Need® Designer zu werden!

Interview mit 5 Moments of Need® Designer Nathalie Köpff

Haben Sie eigentlich schon mal was von den 5 Moments of Need® gehört? Um ehrlich zu sein, habe ich das auch erst, als ich vor einigen Jahren bei der Know How! AG angefangen habe. Man merkt aber schnell, dass man um diese 5 Momente der Lernbedarfe nicht herum kommt, wenn man ein ganzheitliches, stimmiges Lernkonzept im Unternehmen entwickeln will. Um einen Einblick in die Ausbildung zu ergattern, habe ich einen unserer zertifizierten 5 Moments of Need® Designer, Nathalie Köpff, interviewt!

 

Exkurs: Was sind eigentlich die 5 Moments of Need®?

  • Moment 1: Ein neues Thema angehen
  • Moment 2: Ein bereits bekanntes Thema vertiefen
  • Moment 3: Gelerntes anwenden
  • Moment 4: „Verlernen“, um veränderte Sachverhalte „neu“ zu lernen
  • Moment 5: Ein Problem lösen

Mehr zu den 5 Moments of Need®

Nathalie Köpff

Zertifizierter 5 Moments of Need® Designer

 

 

Hi Nathalie! Schön, dass du dir Zeit genommen hast. Da draußen warten jede Menge neugieriger Leser:innen darauf, zu erfahren, wie Sie vom Certificate Program zum 5 Moments of Need® Designer profitieren.

Für den Anfang, erkläre uns doch vielleicht mal wie der Kurs überhaupt genau abläuft. Was erwartet die Teilnehmer:innen?

Es geht erstmal darum, die 5 Moments of Need® kennen zu lernen. Also, was verbirgt sich hinter dem jeweiligen Lernbedarfsmoment?

 

Für jeden einzelnen der 5 Lernbedarfsmomente wiederum gibt es bestimmte Methoden, die dabei helfen, ein ganzheitliches, aufeinander abgestimmtes Konzept zu entwickeln. Diese Methoden lernt man dann Stück für Stück näher kennen und wendet sie auch gleich an.

Insgesamt ist der Kurs eine Mischung aus Online-Kursen und Selbstlernzeit. Für mich ist das Beste an dem Certificate Program das Üben anhand eines eigenen Projekts, das bearbeitet und besprochen wird.

 

Das Feedback zu diesen „Hausaufgaben“ hatte mir sehr geholfen, die Methode zu verstehen, zu erlernen und letztendlich ja auch zu verinnerlichen.

 

Und wie geht es danach weiter, wenn man keinen Austausch mehr wie im Kurs hat?

Man kann danach ja auch noch weiter Teil der Community bleiben. Es gibt beispielsweise das Alumni Program. Empfehlenswert ist es auch, dass mehrere Kolleg:innen aus dem Team oder anderen wichtigen Schlüsselstellen zum Designer ausgebildet werden. Das hat 2 Vorteile:

  • Man kann sich untereinander austauschen. Ich nutze beispielsweise auch hin und wieder das Sparring meiner Kolleg:innen, wenn ich wieder an einer kniffligen Frage hänge.
  • Es hilft, Unterstützung im Unternehmen zu haben, um die 5 Moments of Need® zu etablieren.
 

Denn der Wechsel vom Lernen auf Vorrat hin zum Lernen bei der Anwendung verlangt eine Veränderung der Einstellung, des Mindsets. Man muss Stakeholder mit an Bord holen und Gleichgesinnte finden, die die gleiche Einstellung und das gleiche Mindset haben. Nur so ist es möglich ein erfolgreiches, ganzheitliches und vor allem ansprechendes Lernkonzept zu entwickeln, das dann die Mitarbeiter:innen wirklich nachhaltig begeistert und effektives Lernen ermöglicht.

Inwiefern hat das Certificate Program in deine normale Arbeitszeit und dein übliches Arbeitspensum gepasst?

Ich muss dazu sagen, dass ich den Kurs an der amerikanischen 5 Moments of Need® Academy absolviert habe. Denn vor 2 Jahren gab es die deutsche 5 Moments of Need® Academy noch gar nicht. Es war ein Programm, das sich über 5 Monate gezogen hat.

Es waren etwa 5 Sessions à 3 Stunden plus Feedback-Sessions zwischendurch, an denen ich teilgenommen habe. Durch die Zeitverschiebung fand das leider immer erst nach meiner regulären Arbeitszeit statt. 

Die „Abschlussarbeit“, die durch die Hausaufgaben Stück für Stück vorbereitet wurde, wurde sehr streng kontrolliert. Das war zwar anstrengend, aber ich habe gelernt, lieber zweimal zu hinterfragen und im Detail hinzuschauen, damit ein sehr gutes Workflow Learning-Konzept entsteht.

Im Vergleich zur amerikanischen Zertifizierung ist das deutsche Kursprogramm, zeitlich gesehen, etwas straffer. Dafür sind die Übungspakete kleiner und man hat nicht das Problem mit der Zeitverschiebung.

In Bezug auf die investierte Zeit fand ich besonders wertvoll, dass man an eigenen Projekten arbeiten kann, also Arbeit erledigt, die man sowieso hätte tun müssen.

Dadurch entsteht nicht so viel Mehraufwand im Vergleich zu anderen Weiterbildungen.

Was machst du seit dem Certificate Program anders? Wie hat sich deine Arbeitsweise verändert?

Ich arbeite schon seit 5 Jahren mit den 5 Moments of Need®, 2 Jahre davon als zertifizierte Designerin. Ich liebe die Methoden darin. Sie sind schlüssig, verbinden Lernen mit Unternehmenszielen und fördern eine ganzheitliche Betrachtungsweise – vom Groben bis ins Detail. Es hilft mir beim Aufbau von Lernkonzepten und Lerninhalten für Kunden, bei meinen eigenen Projektleitungsaufgaben und auch in der Zusammenarbeit mit den Product Ownern. Anwender:innen-orientiert zu strukturieren, priorisieren und Verbindungen herstellen sind nur ein paar der konkreten Benefits.

Man hinterfragt insgesamt wesentlich kritischer, was wirklich relevant ist. Je mehr man über ein Thema nachdenkt und es im Hinblick auf die 5 Moments of Need® prüft, desto besser wird der Output für die Zielgruppe. Der Knackpunkt ist vom Moment der Anwendung auszugehen – was tun Mitarbeiter:innen und was müssen sie in diesem Moment wissen?

 

Wenn man das verstanden hat, wird man kein Training aufbauen, in dem es darum geht, ein Thema vollumfänglich zu vermitteln.

 

Sondern man entwirft ein Lernkonzept, das sich um die konkreten Aufgaben dreht. Dann versteht man auch den Unterschied, warum ein genereller Inhalt wie „eine Pivot Tabelle erstellen“ Grundlagenwissen ist, das Mitarbeiter:innen nur bei Bedarf benötigen und man es aus Trainingssicht auslagern kann, wenn doch die eigentliche Aufgabe „Umsatzanalyse durchführen“ ist.

Was sich im Gegensatz zu früher auch wesentlich verändert hat, ist dieses „Sich bewusst machen“, welches Format und welche Methoden für welche Form von Wissen nötig sind. Ich frage mich nicht mehr, wie bekomme ich Inhalt X in mein Web Based Training (WBT) oder meine PDF-Anleitung, sondern ich frage mich eher: Was muss ein:e Mitarbeiter:in können und was muss er / sie dazu wissen?

 

Was hast du für dich persönlich am spannendsten gefunden? Und welches Wissen setzt du am häufigsten ein?

Ich denke mir oft, dass vieles als Innovation verkauft wird, obwohl es keine ist. Das dachte ich auch zuerst von den 5 Moments of Need®. Den User in den Mittelpunkt zu stellen – das war mir durchaus bekannt. Aber wenn man wirklich drüber nachdenkt, an den Projekten arbeitet und sich immer wieder auf diesen User-zentrierten oder vielmehr Workflow-orientierten Ansatz stützt (bei allem was man tut, sei es eine Anleitung / Dokumentation, ein WBT oder Training) – dann merkt man schnell, dass es doch eine sehr innovative Methode ist.

Man fängt an, nicht nur formelles Lernen zu konzipieren, sondern die Unterstützung am Arbeitsplatz – den Performance Support.

So fällt es dann auch leichter, nachvollziehbar und transparent vor Fachabteilungen und Expert:innen aufzutreten. Denn wichtig ist natürlich alles, aber was sind kritische Tätigkeiten? Sie zu fragen, ob der Inhalt wirklich relevant ist und aus dem FF gekonnt werden muss – und schon merken sie, dass der Inhalt doch nachgeschlagen werden kann und nicht von Anfang an erlernt werden muss. Also raus aus dem WBT und rein ins Tool für Performance Support. Schon habe ich wertvolle Trainingszeit und auch Kosten gespart.

 

Dieses „immer wieder hinterfragen“ und „Mitarbeiter:innen in den Mittelpunkt stellen“, ist für mich sehr zentral. Mit dem Wissen, dass man als 5 Moments of Need® Designer hat, kann man so wesentlich leichter Stakeholder überzeugen und begeistern. Oft überzeugt auch diese Herangehensweise an sich bereits. Doch auch der Erfolg von Corporate Learning wird damit leicht nachvollziehbar:

„Bei der Einführung der neuen Software hatten wir Einsparungen von 30 % im Trainingsbereich und 40 % im Support.“

Das überzeugt nicht nur auf dem Papier!

Zusammengefasst: 5 Gründe, um 5 Moments of Need® Designer zu werden

  • 1. Sie lernen nicht nur durch Vorträge, sondern praxisbezogen mit eigenen Projekten und verinnerlichen das Wissen so besonders effizient. Durch wertvolles Feedback zu Übungen festigt sich das Wissen und sie lernen in der Praxis statt nur in der Theorie.
  • 2. Sie arbeiten an Projekten, die ohnehin schon auf Ihrem Schreibtisch liegen – das schmälert den zusätzlichen zeitlichen Invest in das Programm.
  • 3. Sie erwerben ein komplett neues Mindset, mit dem Sie die einmalige Möglichkeit haben, das Corporate Learning in Ihrem Unternehmen auf ein ganz neues Level zu bringen.
  • 4. Sie haben für zukünftige Meetings mit Fachbereichen oder Stakeholdern wichtige Argumente an der Hand, können transparent und kompetent argumentieren.
  • 5. Sie können ein ganzheitliches Konzept für das Lernen im Unternehmen entwickeln. Alles ist ideal aufeinander abgestimmt und es entsteht ein rundes Bild bei den Lerner:innen. Und glückliche Lerner:innen sind die Basis für nachhaltigen und erfolgreichen Wissenserwerb in einem Unternehmen.
 

Julia Höß

Content Marketing Managerin

Als Content Marketing Managerin zaubere ich geschickt die richtigen Worte aus dem Hut, um alles zu beschreiben, was sich um die Know How! AG dreht. Verständlich, klar und präzise.

Besonders liegen mir dabei E-Learning Themen am Herzen, da dort auch meine beruflichen Wurzeln liegen.

 

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