„Sorry, wir haben Mist gebaut!“

Es muss nicht genau diese Formulierung sein, aber unter dem Strich ist das die Botschaft, die die Online-Community hören will, wenn einem Unternehmen ein schwerwiegender Fehler unterlaufen ist. Die Kommunikationsverantwortlichen sollten sich also nicht scheuen, den Fehler einzugestehen. ABER: Sie sollten sich auch nicht klein machen, denn Fehler passieren. Ein Unternehmen, das bisher gute Leistungen erbracht hat und als Experte auf seinem Gebiet wahrgenommen wird, sollte sich auch weiterhin auf dieser Ebene bewegen.

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Pleiten, Pech und Pannen

 

Wenn ein Unternehmen sich falsch verhalten hat, sind abstreiten, ignorieren oder gar bevormunden nicht die Mittel der Wahl. Erinnern wir uns an den Fall Nestlé KitKat . Greenpeace hat Nestlé vorgeworfen, dass in KitKat Palmöl verarbeitet wird für dessen Anbau Gorillas sterben müssen.

 

Es tauchten verfälschte Nestlé- oder KitKat-Logos auf, die die Nutzer als Profilbilder verwendeten. Als der Nestlé-Community-Manager dann auf die Idee kam, den Nutzern vorzuschreiben, welche Profilbilder sie verwenden dürfen und welche nicht, verschlimmerte es das Debakel nur noch und die unerwünschten Logos vervielfachten sich. Und auch die Entscheidung, das ausschlaggebende Greenpeace-Video von YouTube entfernen zu lassen, zeigte wie überfordert die Verantwortlichen bei Nestlé mit der Situation waren. Die Debatte kochte hoch, die Empörung im Netz war riesig.

 

Schnell, offen und dialogbereit

 

Grundsätzlich empfiehlt es sich in einer Situation, wie es Nestlé beispielsweise war, sich zuallererst um eine Aufklärung des Sachverhalts zu bemühen und dies auch zu kommunizieren. Schuldzuweisungen und Dementis sind ein No-Go. Die Community möchte Transparenz – Informationen und Lösungsansätze. Nur wenn das Unternehmen aus der Kritik auch Konsequenzen für das tägliche Handeln ableitet und dies glaubwürdig kommuniziert, kann das Vertrauen wieder hergestellt und auch bald wieder ein normaler Dialog aufgenommen werden – oftmals sogar besser als zuvor.

 

Das scheint sich auch Nestlé zu Herzen genommen zu haben. Daher entwickelte die Kampagne von Solidar Suisse, in der Nestlé aufgefordert wird endlich fair gehandelten Kaffee in das Nespresso-Sortiment aufzunehmen, nicht die Schlagkraft wie die Greenpeace Kamgpagne. Als kleine Erinnerung: Im Video wird George Clooney von einem Nespresso-Schild erschlagen, um am eigenen Leib zu erfahren, wie sich die ausgebeuteten Kaffeepflückerinnen fühlen.

 

Bereits elf Stunden nach Start der Solidar Suisse Kampagne folgte das erste „Standard-Feedback“ von Nestlé in Englisch und Deutsch auf Facebook. Durch dieses offensive Standard-Feedback wurde praktisch auf jeden Facebook-Pinnwand-Eintrag ausführlich geantwortet. Zudem zeigte sich der Nestlé Konzern auch zu einem aktiven Dialog mit Solidar Suisse bereit und berief Anfang September 2011 ein Treffen mit der NGO ein. Auf Grund des optimierten Online Repution Management blieb nach Auffassung führender Social Media Experten der große „Shitstorm“ aus .

 

Und wenn ein Unternehmen zu Unrecht beschuldigt wird? Dann sieht das alles ein bisschen anders aus!

Unberechtigte Kritik nervt, muss aber ernst genommen werden

Im Beitrag „Starker Sturm oder laues Lüftchen – was im Internet davon bleibt“ ging es darum, ob und wie Shitstorms Unternehmen schaden können. In vielen Fällen ist die Kritik der Nutzer berechtigt. Aber was, wenn nicht? Was, wenn die Kommunikationsverantwortlichen in Unternehmen nicht nur gegen die negativen Äußerungen „ankämpfen“ müssen, sondern gleichzeitig gegen die eigene Unzufriedenheit, weil die Kritik überzogen oder gar unberechtigt ist.

 

Es ist wohl menschlich, dass man in diesem Fall die ungerechtfertigten Unterstellungen aus der Welt räumen möchte. In den sozialen Medien sollte man hierbei aber vorsichtig vorgehen: Ironie, Rechtfertigungen oder das Herabsetzen der Kritiker sind tabu. Damit kippt man zusätzlich Öl ins Feuer und bringt im schlechtesten Fall sogar noch weitere Nutzer gegen sich auf, die dem Thema zuvor neutral gegenüberstanden. Deshalb gilt: Auch wenn man verärgert ist, weil man sich zu unrecht an den Pranger gestellt fühlt, ist es immer wichtig die Ruhe zu bewahren. Oberstes Ziel ist es, den Gegnern ihre Ängste zu nehmen und ihnen Wertschätzung entgegen zu bringen.

 

Humor kann helfen…

 

Deutsche Bahn

Es ist wichtig, dass ein Unternehmen, das im Internet „unter Beschuss“ steht, seine eigene Position klar formuliert. Am besten in einem positiven Rahmen. Nicht jedes Unternehmen kann und möchte so kreativ reagieren, wie es der Deutschen Bahn gelungen ist, als eine ehemalige Bahnkundin sich zwar charmant, aber auch sehr deutlich über die regelmäßigen Verspätungen beschwert hat (was unter Umständen durchaus auch in die Kategorie berechtigte Beschwerden fallen kann). Letztlich berichteten Blogs und Magazine über die positive Reaktion der Bahn, womit sie eine Beschwerde zur Eigenwerbung wenden konnte. Dieses außergewöhnliche Beispiel zeigt, was in den sozialen Kanälen ankommt – Spontaneität, Kommunikation auf Augenhöhe und vielleicht sogar eine Brise Humor.

 

…passt aber nicht immer

 

Nicht für jedes Thema und jedes Unternehmen bietet sich eine Antwort im Stil der Deutschen Bahn an. Beachtet man jedoch ein paar wenige Regeln, kann man den Kritikern schnell den Wind aus den Segeln nehmen:

 

– Leiten Sie die Themendebatte auf eine andere Plattform um. Sie können beispielsweise auf Ihrer Website eine FAQ-Seite einrichten und auf Ihren sozialen Kanälen darauf verweisen. Kritiker sind für Hintergrundinformationen immer dankbar und merken, dass Sie die Beschwerden ernst nehmen und Transparenz schaffen wollen. Verweisen Sie bei weiteren Anschuldigen auf Facebook auf Ihre FAQs, „die Sie erstellt haben, um allen Betroffenen Antworten auf ihre Fragen liefern zu können“.

 

– Setzen Sie, wenn der erste Sturm vorüber ist, neue Themen auf die Agenda. Gehen Sie dabei vorsichtig vor, damit es nicht als Ablenkungsmanöver wahrgenommen wird.

 

– Versuchen Sie Fürsprecher zu gewinnen. Gehen Sie auch auch hier vorsichtig vor und fordern Sie nie Menschen direkt dazu auf, das kann nach hinten losgehen. Vielmehr sollte es Ihnen gelingen, dass Blogger oder Journalisten aus freien Stücken Stellung für Sie beziehen.

 

Ob berechtigte oder unberechtigte Kritik, im Endeffekt gilt: Es gibt viele Gründe als Unternehmen in der Social-Media-Welt mitzumischen. Es gibt aber ebenso gute Gründe, davon abzusehen. Klar ist aber, das die Angst vor einem Shitstorm nicht zu den Gegenargumenten zählen sollte. Denn: Es gibt einige Unternehmen, wie zum Beispiel die Telekom oder die Deutsche Bahn, die schon immer die perfekte Zielscheibe für Kritiker sind.

 

 

Nicht erst seit es soziale Medien gibt, auch schon zuvor. Die meisten Unternehmen jedoch sind einer verschwindend kleinen Gefahr ausgesetzt, sich plötzlich mitten in einem riesigen Shitstorm wiederzufinden. Und wenn doch mal jemand einen kritischen Kommentar äußert, dann gilt: Zuhören, austauschen und daraus lernen.

Starker Sturm oder laues Lüftchen – was im Internet davon bleibt

Wenn ein Unternehmen in den sozialen Medien aktiv ist, eröffnet es damit gleichzeitig auch einen Kanal für Kritiker. Für viele Unternehmen ist dies ein guter Grund sich von den sozialen Netzwerken fernzuhalten. Damit ist es aber nicht getan. Denn wenn die Nutzer Kritikpunkte haben, dann äußern sie sie, ob das Unternehmen zuhört oder nicht. Gehen wir nun einmal vom realen Leben aus: Wenn jemand etwas Negatives über Sie sagt, ist es Ihnen dann nicht lieber, wenn Sie es mitbekommen und sich dazu äußern können?

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Natürlich ist Kritik im ersten Augenblick immer unangenehm. Egal ob im realen Leben oder in den eigenen Social-Media-Kanälen. So hatte beispielsweise Amazon Anfang dieses Jahres nach einer Reportage in der ARD, die den unangemessenen Umgang mit Leiharbeitern aufdeckte, über Tage mit vielen negativen Beiträgen auf Facebook zu kämpfen. Während des heftigen Shitstorms musste das Unternehmen zwar einen Rückgang der Fanzahlen hinnehmen, gemessen an 2,8 Millionen Fans ist ein Verlust von 1.000 Fans jedoch gering.

 

Interessant ist, dass Amazon nur wenige Wochen später bereits 5.000 Fans mehr hatte, als vor der Empörungswelle. Und das obwohl Amazon auf die schwerwiegenden Vorwürfe lediglich mit einer offiziellen Pressemitteilung reagiert hat – erst fünf Tage nachdem die Reportage ausgesendet wurde und die Empörung losgetreten hatte! Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, wie schnell das schnelllebige Medium Internet „verzeiht“.

 

Weitere Unternehmen, die im Internet einem Shitstorm begegneten, hat Computer Bild aufgelistet.

 

Inwiefern eine solche Empörungswelle Einfluss auf den Umsatz und das Image eines Unternehmens hat, kann nicht detailliert gesagt werden. Sicher ist jedoch, dass Unternehmen, die in einer solchen Situation offen kommunizieren und etwas dafür tun, das Problem zu beseitigen, gestärkt aus der Krise hervorgehen. Wie ein Unternehmen am besten handeln sollte, hängt davon ab, ob die Kritik der Nutzer berechtigt ist und eindeutig ein Fehlverhalten des Unternehmens vorliegt oder ob es sich um unberechtigte Kritik handelt.

 

 

Lesen Sie im nächsten Posting, wie man unberechtigter Kritik souverän entgegentreten kann.

Schwätzen heißt jetzt Social Communication

Früher hat man sich einfach zusammengesetzt und miteinander geredet, wenn es etwas zu besprechen gab. Heutzutage macht man scheinbar Social Communication!

 

Mittlerweile hab ich mich ja schon an die ganzen englischen Fachbegriffe gewöhnt, die Frau Herzog und ihre Mitarbeiter von der Go Social! GmbH aus dem E-Learning verwenden. Für mich ist Social Communication nichts anderes als schwätzen, nur halt nicht persönlich, sondern über das Internet. Ich bin ja jetzt auch schon mit Modul 6 fertig. Zusammen mit der Go Social! GmbH hab ich diesmal gelernt, wie man den richtigen Kommunikationskanal wählt und so seinen E-Mail-Eingang entlasten kann. Eine Alternative zur E-Mail ist nämlich zum Beispiel ein Blog. Blogs sind wie Tagebücher, nur öffentlich und im Internet. Ich kann einen Blog abonnieren. In der Software wurde mir das so erklärt, dass das wieder über diese RSS-Funktion läuft. Das heißt, dass ich dann über meinen Feed-Reader immer über die neusten Beiträge der anderen auf dem Laufenden gehalten werde.

Ach und dann gab‘s da noch was, wovon ich zuvor noch nie gehört hatte: Dieses Pingback. Bisher kannte ich nur Ping Pong, also Tischtennis 🙂 Unter Pingback versteht man jedoch die gegenseitige Verlinkung von Blogs.

 

 

Eine weitere Alternative zu E-Mails ist Twitter. Und ich habe mir sogar schon ein eigenes Profil angelegt! Dort lese ich immer, was Anja so twittert. Echt cool, dass die einzelnen Tweets auf 140 Zeichen beschränkt sind. Lange Nachrichten, in denen eigentlich nur um den heißen Brei herumgeredet wird, gibt‘s da nicht. Was auch toll an Twitter ist: Wenn mir Tweets anderer Nutzer gefallen, kann ich die einfach retweeten und sie dadurch an meine Follower weitergeben. Außerdem kann ich nicht nur öffentlich twittern, sondern auch bestimmte Personen adressieren oder ihnen Direktnachrichten senden. Bei Direktnachrichten sieht das dann nur der jeweilige Empfänger. Vor allem, wenn ich persönliche Daten wie Handynummern oder so versenden möchte, sind Direktnachrichten sinnvoll.

 

Für den Austausch innerhalb des Unternehmens ist Twitter nicht ganz so gut geeignet wie z. B. Yammer oder Communote – weil die nämlich nicht öffentlich sind. Die habe ich aber noch nicht getestet. Ich frag morgen mal den Tatel, ob wir nicht eins davon nutzen wollen, um uns untereinander auszutauschen. Also zusätzlich zu unserem Wiki, das wär schon ne tolle Sache!

 

Rückblick 12. Pro-Circle des Social Media Clubs

Ein Beitrag von Nadine Steinhübel, Freelancerin für Social Media Marketing

 

Social Media schafft Emergenz

 

Am 19.04.2013 fand der 12. Social Media Pro-Circle bei der IBM Deutschland GmbH in Ehningen statt. Die Teilnehmer befassten sich mit den Auswirkungen von Social Media auf das Thema Mitarbeiterführung und Unternehmenskultur. Spannende Impulsvorträge hielten Arnd Layer von der IBM, Martin Kundt (Vorstand) und Yvonne Seibold (Projektleiterin) bei der Know How! AG sowie Thomas Christinck.

 

IBM – Social Business und Leadership

 

Arnd Layer, IT-Spezialist bei IBM, gewährte den Teilnehmern Einblicke in die interne Arbeitswelt der IBM Deutschland GmbH. Der neue “Social Working Place” wird am besten mit den folgenden Stichwörtern beschrieben: Offenheit, gelebte Feedbackkultur sowie Pull- anstatt Pushkommunikation.

Durch die interne Verwendung von Social Media (IBM Connections) wird die Informationshoheit der Unternehmenskommunikation aufgeweicht: Diese hatte bis dato das Sagen über die Veröffentlichungen von Informationen im Intranet oder im Bereich Corporate Publishing. Dank Social Media, insbesondere durch die verstärkte Verwendung von kollaborativen Plattformen wie Blogs oder Wikis, kann nun jeder Mitarbeiter Informationen publizieren (Stichwort “User generated Content”) . Es gibt daher nicht mehr die absolute Wahrheit in Bezug auf interne Informationen, viel mehr sind Informationen und Wissen einem ständigen kontinuierlichen Optimierungsprozess unterworfen. Dieser beruht auf der Überzeugung, dass die Mitarbeiter gemeinsam mehr zu Wege bringen als jeder einzelne (“Wisdom of the Crowd”).

 

Bedingt durch die Ubiquität der Informationen sowie durch die Möglichkeit des direkten Feedbacks kann jeder Mitarbeiter zum Experten für ein bestimmtes Thema werden, ohne dass dies der Vorgesetzte kontrollieren kann. Für den jeweiligen Mitarbeiter ergibt sich die Möglichkeit gezielt Reputation aufzubauen, hieraus resultieren enorme Aufstiegschance für diejenigen Mitarbeiter mit besonderer Expertise. Dies wiederum hat starke Auswirkungen auf das Thema “Führung und Management”, da sich überspitzt die Frage stellt: “Who needs Middle Management”? In Zukunft wird Führung daher mehr mit Coaching und Mentoring in Verbindung gebracht werden als mit dem klassischem Führen und Managen von “Human Resources”.

 

Know How! AG – mit Yammer in Richtung Enterprise 2.0

 

„Rückblick 12. Pro-Circle des Social Media Clubs“ weiterlesen

Soziales Netzwerk, Wiki oder Blog – was brauchen meine Mitarbeiter?

Schon zu Beginn dieses Jahrzehnts setzten bereits 69% der deutschen Unternehmen Wikis ein, 61% griffen intern auf Blogs zurück und immerhin 44% verfügten über interne soziale Netzwerke – das ergab eine Studie der Centrestage GmbH. Die Vorteile der jeweiligen Plattform liegen auf der Hand. Jedoch sollte jedes Unternehmen im Vorhinein gründlich abwägen, was es sich vom internen Einsatz dieser Medien verspricht und welche Plattform am meisten Sinn macht.

Bereits vorhandene technische Voraussetzungen ist eines der Punkte, die vorab geprüft werden sollten. So können Unternehmen die mit Microsoft SharePoint arbeiten, relativ unkompliziert Wikis, Blogs oder soziale Netzwerke integrieren. Wer nicht über solche Grundlagen verfügt, sollte sich vorab beraten lassen, welche Kosten und welcher Aufwand mit der technischen Umsetzung des präferierten Kanals verbunden sind. Grundsätzlich gilt: Alles ist möglich, aber ist es auch nötig?

 

Daher die Vorzüge verschiedener Möglichkeiten in Kürze:

 

Ein internes Wiki als Ideenspeicher und Wissensdatenbank

Häufig stolpern unterschiedliche Mitarbeiter immer wieder über dieselben Fragen. Die Suche nach Antworten in alten Mails oder bei Kollegen ist sehr zeitraubend.

  • Im Wiki kann jeder Mitarbeiter einen neuen Beitrag anlegen, um seine Erkenntnisse für sich und seine Kollegen zu speichern.
  • Kollegen, die mehr über ein Thema wissen, können den Artikel problemlos erweitern.
  • Durch die Suche können die Beiträge schnell gefunden werden.
  • Nur wenn Mitarbeiter sich die Arbeit mit dem Wiki verinnerlichen, kann eine umfangreiche Wissensdatenbank entstehen.
  • Mit der Zeit entsteht eine Wissensdatenbank, die vor allem für neue, aber auch für erfahrene Kollegen eine große Hilfe und enorme Zeitersparnis darstellt.

 

Und wenn die Meinung der Mitarbeiter gefragt ist…

Im Vergleich zu einem Wiki, bilden Blogs und interne soziale Netzwerke (z.B. Yammer) die Geschehnisse chronologisch ab und lassen den Mitarbeitern mehr Raum für Interaktionen.

  • In einen Blog können Mitarbeiter eigene Beiträge erstellen und kommentieren.
  • In einem sozialen Netzwerk können Mitarbeiter ebenfalls Beiträge verfassen und kommentieren. Darüber hinaus können Mitarbeiter über den Like-Button schnell und einfach ihre Zustimmung aussprechen. Die Mitmachhürde ist damit vor allem für Social-Media-Neulinge anfangs geringer.
  • Durch den chronologischen Aufbau können regelmäßige Beiträge institutionalisiert werden. So kann beispielsweise der Vorstand jeweils zum Ende des Monats einen Rückblick veröffentlichen.
  • Die Möglichkeit Videos einzubinden, macht einen Blog und ein soziales Netzwerk lebendiger.

Welche Plattform Sinn macht, ist also stark davon abhängig, über welche Voraussetzungen ein Unternehmen verfügt und welche Ziele es mit der Einführung verfolgt. Geht es darum, das Informationsmanagement zu verbessern und einen zentralen Wissensspeicher zu erstellen, ist das Wiki die richtige Lösung. Dem entgegen laden Blogs und soziale Netzwerkplattformen mehr zum Meinungsaustausch ein.

 

Bild: Gerd Altmann  / pixelio.de

Tagebuch einer Social Media Anfängerin Teil 8 /8 …Alles steht im Wiki!

Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg. Der Meyer hat doch tatsächlich seine Punkte ins Wiki eingetragen! Unglaublich, oder?! Die waren zwar nicht so schön formatiert, wie die anderen, aber das hab ich dann noch eben gemacht. Heute im Meeting hat er zugegeben, dass das schon eine tolle Angelegenheit ist. Neulich war seine Sekretärin nämlich krank und er musste die Spesenabrechnung selber machen. Natürlich hatte er keine Ahnung wo er die herkriegen soll. Da hat er mich angerufen und ich hab einfach nur „Steht im Wiki“ gesagt. Er wusste nicht, dass er da auch suchen kann und war dann total begeistert als er es einfach runterladen konnte. Tja, ich glaube, er hat dann gemerkt, dass es sehr viel wert ist, wenn alle ihr Wissen im Wiki ausspeichern und vor allem mit anderen teilen. Ich hab schon viele weitere Ideen, was wir alles noch ins Wiki aufnehmen können. Das Schöne ist ja echt, dass man dort einfach Infos reinschreiben kann, ohne dass ich irgendjemanden fragen muss. Alles, was ich für wichtig halte, darf rein. Und jeder darf Artikel aktualisieren oder ändern, wenn ihm etwas auffällt, was falsch oder unvollständig ist. Nur davon lebt das Wiki.

Tagebuch einer Social Media Anfängerin Teil 7 /8 …Alles wird gut!

Heute im Meeting konnten wir gemeinsam den Meyer vom Wiki überzeugen. Ich hatte einen Beamer aufgebaut, weil ich ihm zeigen wollte, wie es aussieht und was wir dort alles schon angelegt haben.

Ich glaub der Tatel war von meinem Engagement etwas irritiert, ich muss sagen: auch für mich ist das ungewohnt. Ich bin ja nur eine kleine Sekretärin.

 

Ich habe Meyer erklärt, dass ich seine Bedenken verstehe, und dass wir ja nicht einfach alles ins Wiki stellen, sondern dass es durchaus Informationen gibt, die da nichts verloren haben. Wenn etwas vertraulich ist, zum Beispiel. Ich habe ihm meine Hotelseite gezeigt, und weil er demnächst auf Dienstreise geht (das wusste ich – hat mir seine Sekretärin beim Mittagessen erzählt 🙂 ) war er total interessiert, welche Erfahrungen seine Kollegen mit den Hotels hatten. Es hat total geholfen, dass ich da noch die Bilder eingefügt habe, in kürzester Zeit hat er sich für ein Hotel entschieden. Ich glaube, er hätte am Liebsten gleich schon im Meeting sein Zimmer gebucht. Jedenfalls hat er versprochen sich mehr damit auseinanderzusetzen.

 

Die anderen haben ihm auch erzählt, wie sehr sie davon profitieren, wenn alle mitmachen und dass ihre Mails viel weniger geworden sind. Auch da hat der Meyer große Augen gekriegt, das hab ich genau gesehen. Ich hoffe mal, er hält sein Versprechen und trägt künftig seine Sachen ins Wiki ein anstatt mir zu mailen. Mein Handbuch für das Wiki habe ich auch fast fertig. Mittlerweile arbeiten wir daran zu dritt, weil jede von uns doch noch etwas weiß, was die andere noch nicht gelernt hat. Das macht richtig Laune, da sieht man am Ende des Tages, was man gemacht hat.
Ich glaube morgen buche ich den Ibiza-Urlaub, das hab ich mir echt verdient!

Tagebuch einer Social Media Anfängerin Teil 2 / 8 …das fängt ja gut an!

Ich will wieder in den Urlaub! Am Montag haben dann auch alle gemerkt, dass ich wieder da bin. Tatel hat mir total viel zum Tippen gegeben, das war auch noch alles so langweilig. Einen Flug hab ich ihm auch gebucht und dann hab ich ewig nach dem Hotel gesucht, in dem er letztes Mal bei der Tagung übernachtet hat. Er wollte da wieder hin und wusste den Namen nicht mehr. Ich hab bestimmt eine halbe Stunde in meinen Mails gesucht, bis ich dann gemerkt hab, dass ich die Mails schon archiviert hatte. Also musste ich noch zu unserer IT-Abteilung, damit ich in die alten Mails noch einmal reinschauen konnte. Aber irgendwie war es da dann auch nicht dabei. Dann ist mir eingefallen, dass ich die Mail mal an Anja weitergeschickt hatte und die hat sie zum Glück noch gefunden und mir dann ausgedruckt.

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Tagebuch einer Social Media Anfängerin Teil 1 /8 …gestern bin ich aus dem Urlaub zurückgekommen

Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Eine Woche Türkei all inklusive. Das Wetter war ganz schön, aber irgendwie hat mir das Essen im Hotel gar nicht gut geschmeckt. Außerdem hatten die nur so Zeug, das ich nicht einmal kenne. Hab mir gestern erst mal etwas Vernünftiges gekocht, als ich daheim war.

 

Heute war ich dann den ersten Tag wieder im Büro. Fast 500 Mails haben mich da erwartet. Eigentlich hab ich heute nichts anderes gemacht, als die zu lesen und zu gucken, ob ich irgendwo etwas machen muss. Aber da ja alle wussten, dass ich nicht da bin, war zum Glück nichts dabei, das ich heute gleich machen musste. Nur eine Mail von meinem Chef hat mich irritiert: „Tagebuch einer Social Media Anfängerin Teil 1 /8 …gestern bin ich aus dem Urlaub zurückgekommen“ weiterlesen