Working Out Loud

working out loud

Gastbeitrag von Barbara Koch (IBM Deutschland)

Warum ich immer online bin? Warum ich alles teile? Ob mich das nicht von meiner Arbeit abhält? Im Gegenteil, ich könnte mir ein Leben ohne Sharing, Transparenz, Netzwerken und Collaboration nicht mehr vorstellen! Social Networking begleitet mich tagtäglich – und das nicht nur im privaten Umfeld mit Freunden sondern auch in meinem Arbeitsalltag mit Kollegen, Partnern und Kunden. Über die Jahre habe ich viele Menschen kennengelernt und bin sowohl in der „realen“ als auch in der virtuellen Welt mit ihnen in Kontakt geblieben. Durch offene, großzügige und transparente Kommunikation konnte ich mir ein Netzwerk aufbauen, welches mein Leben wiederspiegelt. Indem ich meine Arbeit offen lege, können andere aus meinen Erfahrungen lernen, ich aber genauso von ihnen profitieren. Insgesamt ist also ein Geben und Nehmen – effizienter geht es aus meiner Sicht nicht.

Ich selbst arbeite bei IBM als Social Business Leader und lebe dort diese Prinzipien. Dabei achte ich aber nicht speziell darauf die jeweiligen Anwendungen zu nutzen, sondern wende diese intuitiv an und mache so natürlich auch andere auf Collaborations Plattformen aufmerksam. Mein Team sitzt über ganz Deutschland verteilt, weshalb wir fast ausschließlich digital vernetzt miteinander arbeiten. Das Teilen von Dokumenten sowie die Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen wäre beispielsweise ohne die Hilfe von Online Collaboration wesentlich aufwändiger. Auch das Informieren von Kollegen ist effizienter, wenn dies einmalig und transparent für alle relevanten Empfänger passiert. Wichtige Informationen kommen so automatisch über Empfehlungen bzw. Likes in den eigenen Aktivitätenstream und werden somit von der entsprechenden Person wahrgenommen.

 

Der Anfang ist am schwersten

Bisher ist den meisten diese Arbeitsweise schlicht und ergreifend nicht bekannt. Jahrelang wurde das Sprichwort „Wissen ist Macht“ gelebt und Informationen sogar vor anderen versteckt. Heutzutage allerdings sind Netzwerke, Kontakte und Erfahrungen anderer essentiell für den persönlichen Erfolg. In dieser Hinsicht existieren einige Bewegungen, die auf den Transfer der privaten social Lebensweise in die berufliche Welt zielen und entsprechend Hilfestellungen geben, so z.B. „Working out Loud“.

 

Grundsätzlich bin ich optimistisch was die Transformation eines Unternehmens hin zu dieser neuen Art und Weise des Zusammenarbeitens und des Austausches betrifft, da für mich die Vorteile sehr offensichtlich sind und eindeutig überwiegen. Der schwierigste Schritt ist, damit anzufangen.

 

Über die Autorin:

Barbara Koch arbeitet seit 2001 für IBM Deutschland. In ihrer Rolle als Solution Sales Leader Social Business und Commerce verantwortet sie die Social Business und Commerce Produkt- und Servicespalette der IBM. Durch ihre langjährige Erfahrung mit dem Produktset und der Vielzahl von durchgeführten Projekten berät und unterstützt sie insbesondere deutschsprachige Kunden branchenunabhängig bei der Einführung von Social Business und Smarter Commerce Lösungen.

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