Wieder etwas gelernt: #e20mooc Review

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„Wie verändert Social Media die Art, wie wir arbeiten und Geschäfte machen?“ mit dieser Leitfrage sind wir vor sieben Wochen in den ersten Enterprise 2.0 MOOC gestartet. Seitdem haben die Teilnehmer und wir fleißig gebloggt, getwittert, gepostet und sind der Antwort jeden Tag ein Stückchen näher gekommen. Was aber bleibt vom #e20mooc, wenn auch nach dem letzten Hangout der Vorhang gefallen ist?

Drei rote Fäden ein #e20mooc

So komplex das Themenfeld rund um das Enterprise 2.0 auch sein mag, so klar hat sich zumindest eine Aussage herauskristallisiert: Es geht um viel mehr als um Tools. Interne wie externe Social Media Tools sind lediglich Enabler für einen Veränderungsprozess, der weit tiefer geht, als es ein bloßer Software-Rollout. Ein Unternehmen, das den Weg zum Enterprise 2.0 einschlägt, wendet sich ab von starren Hierarchien und erkundet statt dessen agile Wege der Zusammenarbeit und Kommunikation. Welche Tools es dabei einsetzt ist zweitrangig.

 

Eine zweite Erkenntnis, die sich wie ein roter Faden durch alle Themenwochen gezogen hat, ist, dass Enterprise 2.0 kein Selbstzweck ist. Unternehmen müssen klare Ziele definieren, die sie mit ihrer Initiative verfolgen. Dabei gilt es deutlich zu machen, wie diese Ziele auf die Entwicklung und den Erfolg des Unternehmens einzahlen – auch wirtschaftlich.

 

Lektion Nummer drei ist, dass es sich bei dem Wandel zum Enterprise 2.0 nicht um ein endliches Projekt, sondern um einen fortlaufenden Prozess handelt. Ein Prozess, der Führungskräften wie Mitarbeitern abverlangt, ihre Strategien und Verhaltensweisen regelmäßig an die sich ändernden Gegebenheiten anzupassen. Der damit einhergehende Kulturwandel mag anstrengend und langwierig sein. Doch fortgeschrittene E2.0-Unternehmen können den Mehrwert dieser Investitionen bereits deutlich nachweisen.

Der Weg ist die Antwort

Diese dritte Erkenntnis birgt gleichzeitig auch die Antwort auf unsere Leitfrage: Die von Social Media angestoßene Veränderung lässt sich nicht einmalig definieren, sondern ist ebenfalls ein Prozess. Heute mag die Veränderung noch darin liegen, dass Mitarbeiter das anstehende Meeting nicht mehr umständlich via E-Mail-Ping-Pong, sondern kollaborativ in einem Wiki planen.

 

Morgen schon innoviert das Unternehmen seine Lösungen mit Mitarbeitern, Kunden und Partnern in einer offenen Community. Damit ist auch klar, dass die Antwort auf die Frage nach der Veränderung in jedem Unternehmen und auch bei jedem einzelnen Mitarbeiter unterschiedlich ausfällt. Letztlich ist das Enterprise 2.0 immer etwas, das von jedem Einzelnen individuell gestaltet und gelebt werden muss.

 

Lesesons Learned zu Social Learning und #e20mooc

Gelernt haben wir im #e20mooc aber viel mehr, als „nur“ welche Veränderungen Social Media für die Arbeit mit sich bringen. Insbesondere bei der Know How! haben wir viele Erfahrungen damit machen dürfen, wie wir Social Media auch für das Lernen einsetzen können. Dabei hat einiges schon sehr gut und anderes eher mäßig funktioniert. Glücklich sind wir vor allem damit, dass wir es geschafft haben, jede Woche einen Dialog zwischen Teilnehmern, Experten und unserem Team herzustellen. Natürlich hätten wir uns in einem Massive Open Online Course etwas mehr Masse gewünscht, doch am Ende des Tages zählt die Qualität der Diskussion mehr als die Anzahl der Teilnehmer.

 

Etwas geärgert haben uns die Tücken der Hangouts. Hier haben wir zu lange unterschätzt, wie wichtig es ist, den Hangout nicht nur moderativ, sondern auch technisch zu betreuen. An dieser Stelle auch noch einmal ein dickes Dankeschön an unsere Referenten, die trotz allem immer eine gute Figur gemacht haben. Was das Lernen selbst angeht, haben wir festgestellt, wie wichtig es bei einem so freien und offenen Format ist, den Teilnehmern Orientierungspunkte zu geben und sie regelmäßig zu aktivieren.

 

Eine noch zu meisternde Herausforderung eines so „massiven“ Formates ist es, dem sehr heterogenen Vorwissen der Zielgruppe gerecht zu werden. Was den einen überfordert hat, war für den anderen längst kalter Kaffee. Und dann wäre da natürlich noch die Frage, wie viele Menschen wir vom Teilnehmen ausgeschlossenen haben, weil sie Twitter, Google+ und XING nicht aktiv nutzen, bzw. diese Tools nicht als Lerninstrumente wahrnehmen. Hier ist es sicher aufschlussreich, die Rolle der Lernbegleitung in MOOCs weiter zu reflektieren.

Ihre Meinung ist gefragt:

Zum Abschluss des #e20mooc interessieren uns natürlich auch Ihre Lessons Learned. Wir möchten gemeinsam mit Ihnen Bilanz ziehen und auch ein Stück weit in die Zukunft schauen. Wir laden Sie daher noch einmal ein, über folgende Frage zu diskutieren:

Was sind ihre inhaltlichen und didaktischen Take-Aways des #e20mooc?

So beteiligen Sie sich an der Diskussion:

  • Lesen Sie das Best-of aus sieben Wochen MOOC in der Linksammlung
  • Bloggen und twittern Sie zum Thema mit dem Hashtag #e20mooc
  • Teilen Sie Ihre Gedanken mit anderen Teilnehmern in der Community
  • Wählen Sie sich am 06.11.2014 um 11:00 Uhr in den Hangout mit unseren Experten ein

Ihr #e20mooc-Team freut sich auf Ihre Teilnahme!

Creative Commons Lizenzvertrag e20mooc von Know How! AG ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

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