Update auf Leadership 2.0

Wir haben im #e20mooc schon viel diskutiert über selbstbestimmte Mitarbeiter, die mit internen und externen Social Media Tools neue Formen der Zusammenarbeit erschließen. Dabei versteht sich fast von selbst, dass diese neuen Arbeitsweisen nur gelingen können, wenn auch die Führungskräfte bereit sind, neue Wege zu gehen. Von der Führungskraft 2.0 wird erwartet, dass sie sich selbst im Social Media Umfeld engagiert und ihren Mitarbeitern den für agile Kollaboration notwendigen Freiraum gewährt. Wie genau das aussehen kann, nehmen wir in der Themenwoche Leadership 2.0 genauer unter die Lupe.

Fuehrungskraft20

Leadership 2.0: Mein Chef, das digitale Vorbild

„Social Media kann man nicht delegieren.“ Mit dieser Aussage trifft #e20mooc-Referent Stephan Grabmeier den Nagel bereits auf den Kopf. Mag sein, dass es in vielen Fällen sinnvoll ist, dass eine Führungskraft Themen, in denen sie sich nicht wohl fühlt, an einen motivierten Mitarbeiter zu delegieren. Für Social Media gilt dies allerdings nicht. Denn wenn die Führungskraft die externen Tools nicht versteht und die internen Tools nicht nutzen kann, entfernt sie sich von der Arbeitswirklichkeit ihrer Mitarbeiter. Wenn sie sich aber aktiv in den relevanten Communitys bewegt, sieht sie nicht nur, welche Themen ihre Mitarbeiter gerade bearbeiten, sondern kann sich auch selbst in die Diskussion einbringen. Auch kann sie solche Communitys nutzen, um ihr eigenes Handeln transparenter zu machen. In jedem Fall fördert allein die Tatsache, dass die Führungskraft in den Tools Präsenz zeigt, die Motivation der Mitarbeiter dies ebenfalls zu tun. Stichwort: Leading by example.

 

Kontrollierter Kontrollverlust

Die wohl größte Hürde, die eine digitale Führungskraft überspringen muss, ist die Abgabe von Kontrolle. Denn ein Unternehmen, das Social Collaboration ernst nimmt, distanziert sich von starren Zuständigkeiten und abgeriegelten Abteilungsgrenzen. Vielmehr können Mitarbeiter selbst Probleme identifizieren, an denen sie arbeiten möchten, und sich hierfür in einem abteilungsübergreifendem Team zusammenfinden. Ein internes Social Business Tool erleichtert diesen Prozess ungemein und erlaubt es auch, den Prozess der Arbeit mit all seinen Zwischenergebnissen transparent zu machen. Die Führungskraft sollte diese Teambildung nicht nur zulassen, sondern sich ihr anschließen. Als „primus inter pares“ (Erster unter Gleichen) ersetzt sie das alte Command & Control durch Partizipation und Transparenz. Sie steuert, indem sie fördert und kontrolliert, indem sie mitredet.

 

Führen auf Distanz

Dass Führungskräfte einen Teil ihrer Mitarbeiter nur selten zu Gesicht bekommen, ist im Grunde gar nichts Neues. Wenn im Enterprise 2.0 nun aber auch noch etliche Prozesse ins Virtuelle verlagert werden, wird die räumliche Distanz erst einmal noch größer. Gleichzeitig bietet die Virtualität aber auch Chancen, eine neue Art von Nähe zu den Mitarbeitern aufzubauen. Indem sich die Führungskraft in den Communitys ihrer Mitarbeiter engagiert, ist sie über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden, gewinnt sie ein Gefühl für die allgemeine Stimmungslage und erkennt den eigenen Handlungsbedarf. Tritt sie dabei mit den Mitarbeitern in den Dialog, muss sie jedoch einiges beachten.

 

Denn all zu oft werden „Posts“ von Führungskräften als Machtwort verstanden, auch wenn sie nicht so gemeint waren. Zudem können Lob und Kritik eine unerwünschte Strahlwirkung entfalten, wenn sie nicht an die Besonderheiten digitaler Kommunikation angepasst sind. Wenn die Führungskraft diese Fallstricke aber umgeht, wird sie ihren Mitarbeitern am Ende näher sein als zuvor.

 

Ihre Meinung ist gefragt!

Den eigenen Führungsstil zu ändern, ist leichter gesagt als getan. Denn ein Patentrezept, wie sich eine Führungskraft die Prinzipien von Leadership 2.0 aneignet, gibt es nicht. Wir sind daher gespannt, was Sie darüber denken:

 

Was muss eine Führungskraft tun, um den Sprung vom Leader 1.0 zum Leader 2.0 zu meistern?

 

So beteiligen Sie sich an der Diskussion:

  • Lesen Sie ausgewählte Quellen zum Thema Leadership 2.0 in der Linksammlung
  • Bloggen und twittern Sie zum Thema mit dem Hashtag #e20mooc
  • Teilen Sie Ihre Gedanken mit anderen Teilnehmern in der Community
  • Wählen Sie sich am 17.10. um 11:00 Uhr in den Hangout mit unseren Experten ein

 

Ihr #e20mooc-Team freut sich auf Ihre Teilnahme!

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