Und wenn sich in den sozialen Netzwerken keiner für uns interessiert…

…können wir da dann einfach wieder raus – Konto löschen und tschüss?

 

Erst kürzlich ist mir diese Frage auf einer Veranstaltung zum Thema Social Media begegnet. „Es ist doch peinlich, wenn wir auf Facebook dann 12 Fans haben“, hatte eine Dame, die die Kommunikation einer Unternehmensberatung verantwortet, ihre Bedenken geäußert. Oftmals sind es genau diese Ängste, die Unternehmen hemmen, wenn es um den Einstieg in die Social-Media-Welt geht.

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Keine Frage: Unternehmensauftritte in den sozialen Medien leben von den Aktivitäten der Community. Natürlich schaut man gerne auf große Marken mit Hunderttausenden oder gar Millionen von Fans oder Follower, die den Austausch auf den sozialen Unternehmensseiten befeuern. Schön ist es anzusehen, wenn auf ein neues Facebook- oder Blog-Posting binnen Minuten zahlreiche Likes, Shares und Kommentare erscheinen.

 

Gehen wir jedoch von einer Unternehmensberatung mit 50 Mitarbeitern aus, haben wir eine ganz andere Ausgangssituation. Nicht nur, dass eine solche Fanzahl für ein kleines Unternehmen mit Bordmitteln gar nicht kontrollierbar wäre – die geringe Markenbekanntheit und eher nüchternen Themen unserer Beispiel-Unternehmensberatung locken eben nicht die großen Massen an. Sind die Botschaften jedoch gut aufbereitet, bildet sich schon bald ein „Fanstamm“, der ein echtes Interesse an den Inhalten hat. Und auch wenn der anfangs noch recht klein ist, ist er trotzdem von großer Bedeutung.

 

Denn häufig sind es genau diese Nutzer, die auch mit der Unternehmensseite interagieren und nicht nur still beobachten. Und: Oftmals haben sie in ihrem sozialen Freundeskreis Menschen mit ähnlichen Interessen, denen sie die Inhalte der Unternehmensberatung durch Likes und Shares weiterempfehlen. So findet nach und nach ein organisches Wachstum statt und das Unternehmen kann sich an einer involvierten Community erfreuen.

 

Doch zuallererst muss man diese Menschen auf sich aufmerksam machen und sie dann auch mit passenden Botschaften bei der Stange halten. Das geht nicht einfach so nebenbei – eine langfristige Strategie und die Einbeziehung verschiedener Mitarbeiter ist unverzichtbar. Nur so kann ein ausgereifter und umfassender Redaktionsplan entstehen. Und nur so kann das Unternehmen in den sozialen Medien authentisch auftreten – spontane Schnellschüsse führen nur selten zum Erfolg. Und egal in welchem Stadium sie sich befinden: Hören Sie den Nutzern zu und lernen sie daraus.

 

Bild: Helene Souza  / pixelio.de

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