Rutschgefahr im Social Web

Social Media ist geradezu verführerisch einfach. Mit nur wenigen Klicks „posten“ Nutzer Kommentare, bewerten Produkte und laden Bilder hoch. Doch nur weil diese Aktionen so leicht von der Hand gehen, bedeutet das nicht, dass sie immer auch erlaubt sind. Denn tatsächlich kann bereits das Teilen eines Bildes gegen geltendes Recht verstoßen. Grund genug also, um in Woche sechs des #e20mooc das Thema Social Media Guidelines unter die Lupe zu nehmen.

„Rutschgefahr im Social Web“ weiterlesen

Schon wieder was Neues: Social Compliance

Ich glaub‘s ja nicht! Wir haben es tatsächlich geschafft uns auf Social Media Richtlinien für die interne und externe Nutzung zu einigen. Manche Kollegen sind mit solch neumodischem Zeugs ja eigentlich grundsätzlich nicht einverstanden, aber diesmal haben wir recht schnell alle unter einen Hut gekriegt.

 

 

In unserem Meeting heute Morgen haben wir dann gleich auch noch über eine Netikette gesprochen. Komisches Wort! Im E-Learning Modul 4 wurde mir erklärt, dass der Begriff eigentlich von Internetetikette kommt. Heutzutage kürzt man ja alles ab, damit es cool klingt. Jedenfalls legt diese Netikette allgemeine Verhaltensregeln für Internetbeiträge fest. Und wenn wir jetzt demnächst mit unserer Unternehmensseite auf Facebook online gehen, müssen wir ja schon auch irgendwelche solche Richtlinien haben. Die zeigen dann beispielsweise auf, ab wann ein Verstoß gegen das Medien-, Wettbewerbs- und Strafrecht vorliegt. Das ist irgendwie gar nicht so einfach mit den ganzen Gesetzen, denn offenbar gibt es keine einheitlichen Regelungen in Bezug auf Social Media. So wie ich das verstanden habe, darf sich niemand über eine andere Person oder ein Unternehmen beleidigend äußern. Falschdarstellungen und vorsätzliche Täuschungen sind ebenfalls verboten. Wenn wir jetzt dann mittendrin sind in Facebook ist das ja gut. Dann können wir uns gegen beleidigende und ungerechtfertigte Kritik sowie objektive Falschaussagen wehren. Und auch wenn uns jemand zurecht kritisiert bekommen wir das mit und können es wieder gerade biegen. Übrigens, so ein Massenprotest im Internet nennt man Shitstorm, ein lustiger Begriff – wenn man sich das mal bildlich vorstellt! 🙂

 

Weniger toll an den Gesetzen finde ich, dass wir als Unternehmen auch für Rechtsverletzungen anderer Nutzer haftbar gemacht werden können. Wenn jemand im Netz mit einem Pseudonym unterwegs ist, ist er zwar schuldig, aber da seine Identität nicht eindeutig zuordenbar ist, haften auch der Besitzer der Seite, auf der der Post sichtbar ist, und der Anbieter des Dienstes, wie bspw. Facebook. Für uns heißt das, dass wie ständig beobachten müssen, was andere Nutzer auf unser Profil posten oder mit uns teilen. Bei Urheberrechtsverletzungen müssen wir eingreifen, indem wir zunächst als Moderator den Nutzer auf die Verletzung hinweisen, den Post gegebenenfalls löschen oder den Anbieter informieren. Auf was man da alles achten muss! Ich finde das echt schwierig den Überblick zu behalten, schließlich wollen wir ja nicht irgendwie auf Facebook, sondern dort auch richtig auftreten. Und wer weiß, vielleicht kommen ja schon bald weitere Plattformen ins Gespräch. Oje, oje…