„Ein Mitmach-Zwang von oben kam nie in Frage“

Yvonne Seibold, Projektleiterin und Trainerin bei der Know How! AG, hat in ihrem Blogbeitrag bereits erläutert, welche Vorteile ihr der unternehmesweite Einsatz von Yammer bringt. „Damit so etwas im Unternehmen realisiert werden kann, ist es extrem wichtig, dass die Führungskräfte mitmachen, die Sache unterstützen und die neue Art der Kommunikation und Zusammenarbeit vorleben“, hat sie in ihrem Fazit geschrieben.

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Rückblick 12. Pro-Circle des Social Media Clubs

Ein Beitrag von Nadine Steinhübel, Freelancerin für Social Media Marketing

 

Social Media schafft Emergenz

 

Am 19.04.2013 fand der 12. Social Media Pro-Circle bei der IBM Deutschland GmbH in Ehningen statt. Die Teilnehmer befassten sich mit den Auswirkungen von Social Media auf das Thema Mitarbeiterführung und Unternehmenskultur. Spannende Impulsvorträge hielten Arnd Layer von der IBM, Martin Kundt (Vorstand) und Yvonne Seibold (Projektleiterin) bei der Know How! AG sowie Thomas Christinck.

 

IBM – Social Business und Leadership

 

Arnd Layer, IT-Spezialist bei IBM, gewährte den Teilnehmern Einblicke in die interne Arbeitswelt der IBM Deutschland GmbH. Der neue “Social Working Place” wird am besten mit den folgenden Stichwörtern beschrieben: Offenheit, gelebte Feedbackkultur sowie Pull- anstatt Pushkommunikation.

Durch die interne Verwendung von Social Media (IBM Connections) wird die Informationshoheit der Unternehmenskommunikation aufgeweicht: Diese hatte bis dato das Sagen über die Veröffentlichungen von Informationen im Intranet oder im Bereich Corporate Publishing. Dank Social Media, insbesondere durch die verstärkte Verwendung von kollaborativen Plattformen wie Blogs oder Wikis, kann nun jeder Mitarbeiter Informationen publizieren (Stichwort “User generated Content”) . Es gibt daher nicht mehr die absolute Wahrheit in Bezug auf interne Informationen, viel mehr sind Informationen und Wissen einem ständigen kontinuierlichen Optimierungsprozess unterworfen. Dieser beruht auf der Überzeugung, dass die Mitarbeiter gemeinsam mehr zu Wege bringen als jeder einzelne (“Wisdom of the Crowd”).

 

Bedingt durch die Ubiquität der Informationen sowie durch die Möglichkeit des direkten Feedbacks kann jeder Mitarbeiter zum Experten für ein bestimmtes Thema werden, ohne dass dies der Vorgesetzte kontrollieren kann. Für den jeweiligen Mitarbeiter ergibt sich die Möglichkeit gezielt Reputation aufzubauen, hieraus resultieren enorme Aufstiegschance für diejenigen Mitarbeiter mit besonderer Expertise. Dies wiederum hat starke Auswirkungen auf das Thema “Führung und Management”, da sich überspitzt die Frage stellt: “Who needs Middle Management”? In Zukunft wird Führung daher mehr mit Coaching und Mentoring in Verbindung gebracht werden als mit dem klassischem Führen und Managen von “Human Resources”.

 

Know How! AG – mit Yammer in Richtung Enterprise 2.0

 

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Yammern auf hohem Niveau

 

Was ist Yammer eigentlich?

Ein unternehmensinternes Social Network, welches ursprünglich als Microblogging Idee entstanden ist, mittlerweile aber schon viel mehr kann, als die bloße Aktualisierung der eigenen Statusmeldung. Der Zugang wird über die Internet Domain der Nutzer gesteuert.

 

Rein darf nur, wer zum Unternehmen gehört oder explizit eingeladen wird. Die Informationen werden geteilt und sind damit allen erforderlichen Empfängern zugänglich.

 

 

Muss ich mich von nun an selbst informieren?

 

Wenn man ehrlich ist, war das sicherlich einer der ersten Gedanken, als Yammer vor nun schon mehr als einem Jahr eingeführt werden sollte.
Die bekannte Konsequenz der Einführung neuer Programme ist nicht selten Begeisterungsträgheit und schlichtweg keine Motivation, sich mit dem Material auseinander zu setzen. Viele Menschen, die beruflich mit Change-Management zu tun haben, kennen diese Situation.

 

Jetzt fragen Sie sich sicherlich, wie diese Geschichte bei der Know How! AG ausgeht? Der häufig vernommene Satz: „Ich könnte nicht mehr ohne Yammer“ ist nur der Anfang einer wunderbaren Freundschaft.
Und wie diese Freundschaft aussieht, zeigt die Auswertung der Ergebnisse einer Umfrage über Yammer  von 59 Know How! Mitarbeitern:

 

Um immer up-to-date zu bleiben nutzen 81,4% der Mitarbeiter Yammer durchschnittlich bis oft im Arbeitsalltag. Es gibt keinen Mitarbeiter, der Yammer nicht zur Meinungsbildung und zur Beobachtung nutzt. Auch die Nutzung geschlossener Gruppen stellt für viele Mitarbeiter einen wichtigen Bestandteil ihrer Projektarbeit dar: „…am effektivsten finde ich die Nutzung von Yammer für Einzel-Netzwerke und kleine Projekte…“

 

Fühlen Sich Mitarbeiter durch Microblogging besser informiert? Die Antwort lautet zu 95% „Ja“
Was die Reduktion des firmeninternen E-Mail-Verkehrs angeht, so sind fast 73%der Mitarbeiter davon überzeugt, dass dieser sich reduziert hat. Über Yammer kann viel Information an viele Empfänger gleichzeitig verteilt werden. So entscheidet man einfach selbst, ob man ein potentieller  CC-Empfänger ist oder nicht.

 

Als die Befragten ihre Yammer-Nutzung mit ihrer Facebook-Nutzung vergleichen sollten, so zeigte sich, dass der Anteil derer, die in Yammer viel aktiver sind, sogar bei 56% liegt. Dies entspricht  unserer Überzeugung, dass man kein Facebook-Profi oder gar Digital Native sein muss, um gut mit den Web 2.0 Anforderungen zurecht zu kommen.
Auch wenn nicht alle Mitarbeiter Social Media Kanäle privat nutzen, ist die Akzeptanz für Aktivitäten in dieser Richtung groß: Insgesamt  71% finden es sinnvoll, Social Media für Unternehmenskommunikation und -kollaboration einzusetzen.

 

Was schließen wir aus diesen Ergebnissen?   

  1. Auch wenn anfangs vor allem im Hinblick auf die Eigenverantwortlichkeit bei der Infobeschaffung Zurückhaltung herrscht, kann mit der richtigen Schulung und auch Unterstützung durch die Geschäftsführung viel Begeisterung und großes Engagement erzeugt werden.
    Diese Einschätzung wird auch durch die vom cki Kommunikationsmanagement erhobenen Daten bestärkt: Social Media Führungskräfte wissen um die Wichtigkeit gezielter Schulungen für den Erfolg und schreiben einer guten internen Vernetzung einen hohen Stellenwert im Hinblick auf Kundendialog, Steigerung der Markenbekanntheit und Marken-Etablierung zu.
  2. Mitarbeiter, die besser informiert sind, fühlen sich besser und engagieren sich stärker abteilungsübergreifend. Denn manchmal sitzt der Experte für eine spezifische Anfrage nicht unbedingt auf dem gleichen Stockwerk.
  3. Guidelines helfen dabei, effizienteres Yammern zu fördern und gleichzeitig auch Hürden zu überwinden. Denn: Wer weiß, was er tut, tut es mit Freude.

 

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, Microblogging in Ihrem Unternehmen einzusetzen? Schreiben Sie über Ihre Erfahrungen und stellen Sie gerne auch Fragen, wir können Sie in jeder Hinsicht kompetent beraten.