Führungskräfte optimal auf Social Media vorbereiten

Vor allem Mitarbeiter in Management-Positionen haben oftmals Bedenken, wenn sie im beruflichen Bereich soziale Kanäle nutzen sollen. Viele heutige Führungskräfte sind nicht mit den neuen Medien aufgewachsen und beschäftigen sich auch im Privatleben gar nicht oder nur wenig mit dem Web-2.0.  Die neue Aufgabe schürt daher bei ihnen oftmals Unsicherheit.

 

Darüber hinaus verfolgen Mitarbeiter die Inhalte von Vorgesetzten häufig besonders aufmerksam und teilweise auch kritischer als Beiträge von Kollegen. Dieser besonderen Rolle im Enterprise 2.0 sind sich viele Führungskräfte bewusst und empfinden daher vor allem zu Beginn eine große Hemmschwelle: Wie formuliere ich mein Anliegen so, dass es bei allen richtig ankommt? Was, wenn keiner auf meine Inhalte reagiert? Und was, wenn mir jemand öffentlich widerspricht? Das schadet doch meiner Autorität! Es zeigt sich deutlich, dass interne soziale Kanäle die Unternehmenskultur und den Führungsstil revolutionieren. Führungskräfte müssen umdenken: Es gilt, beim offenen Dialog über alle Hierarchieebenen hinweg den richtigen Ton zu finden. So können die Mitarbeiter dazu ermuntert werden, an der Kommunikation teilzunehmen. Dies fördert die Motivation, das Vertrauen und den Respekt der Mitarbeiter und nicht zuletzt auch die Effizienz des Unternehmens. Es gibt verschiedene Wege, Führungskräfte auf ihre neuen Aufgaben im Enterprise 2.0 vorzubereiten. Klassische Workshops, in denen die Teilnehmer Instrumente und Besonderheiten der Kommunikation im Web-2.0 kennenlernen, können hierfür genauso zielführend sein, wie das Reverse-Mentoring – ein ganz neuer Ansatz, der bereits Einzug in große Konzerne gehalten hat.

 

Üben im geschützten Raum schafft Sicherheit

 

In einem speziellen Workshop können die Führungskräfte gezielt Eintrittshürden abbauen und die Herausforderungen kennenlernen, die die neuen Medien an sie stellen. Der halbtägige Führungskräfte-Workshop kann direkt im Unternehmen stattfinden oder extern mit einer heterogenen Teilnehmer-Gruppe aus verschiedenen Unternehmen. Neben grundsätzlicher Fragestellungen, beispielsweise wie sich der Einsatz interner Web-2.0-Kanäle auf das Unternehmen auswirken, lernen die Teilnehmer in praktischen Übungen den Umgang mit verschiedenen Social-Business-Tools. Hierbei legt das teilnehmende Unternehmen selbst fest, welche Kanäle in seinem Fall von Bedeutung sind. Sowohl interne Kollaborationsplattformen, als auch externe Netzwerke, wie zum Beispiel Facebook und Twitter, können als Lerninhalte eingebunden werden.

 

Beim Workshop erhalten die Teilnehmer zum einen Unterstützung durch erfahrene Coaches, zum anderen steht ihnen für die ersten „Gehversuche“ im Web 2.0-Umfeld ein geschützter Raum zur Verfügung. Das heißt, sie können in einem Bereich, der für Externe nicht einsehbar ist, aktiv werden und ihre ersten Beiträge mit anderen Teilnehmern und dem Trainer reflektieren. Dies hilft den Teilnehmern, Erfahrungen zu gewinnen und bei späteren öffentlichen Posts in ihrer Position als Führungskraft souverän aufzutreten.

 

Vorhandenes Know-how gezielt einsetzen mit Reverse-Mentoring

 

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