Keine Angst vor der digitalen Zukunft, liebe Chefs!

Neue Anwendungen zur Weiterbildung, Qualifizierung und zum kommunikativen Einbezug von Mitarbeitern stellt Unternehmen im digitalen Zeitalter vor neue Herausforderungen. Nicht wenige Führungskräfte empfinden das „E“ vor dem „Learning“ und Schlagworte wie „Social Business“ und „Community Management“ als Überforderung und möchten an den alten Strukturen festhalten.

„Keine Angst vor der digitalen Zukunft, liebe Chefs!“ weiterlesen

Wie können Sie Ihre Mitarbeiter befähigen, etwas Neues zu lernen?

In den vergangenen Monaten haben wir hier über Enabling Patterns, Lern-Nuggets, Use Cases samt ihren Herausforderungen sowie das Thema Performance Support berichtet. Wir haben aufgezeigt, wie Floorwalker auch in großen Unternehmen Tausende von Mitarbeitern unterstützen können. Das ist schon eine ganze Reihe an Formaten, mit denen Mitarbeiter etwas Neues lernen können. Aber das ist natürlich noch längst nicht alles! Die Grafik oben zeigt ein Spektrum an Maßnahmen auf, die je nach Zielgruppe und in unterschiedlichen Lernphasen sinnvoll sind. Keine Angst, wir erläutern hier jetzt nicht jede einzelne. Denn besonders Präsenztrainings, Webinare oder Web Based Trainings sind etablierte Formate, die den Lesern unseres Blogs längst bekannt sind. Damit Sie wissen, wie Sie Ihre Mitarbeiter noch dabei unterstützen können sich besser zurechtzufinden, wenn etwas Neues auf sie zukommt, wollen wir im Folgenden drei weitere Möglichkeiten aufzeigen. Ganz gleich, ob es sich um einen Software Rollout handelt oder ob Sie zum Beispiel neue Lernformen im Unternehmen einführen.

„Wie können Sie Ihre Mitarbeiter befähigen, etwas Neues zu lernen?“ weiterlesen

Community Management: Katalysator für Social Business

Menschen in einer Online-Community zusammenzubringen, ist zweifelsohne einer der größten Wertschöpfungselement einer Social-Business-Initiative. Denn in solchen Communitys lösen Mitarbeiter kollaborativ Aufgaben oder geben Kunden wertvolles Feedback. Die Erfahrung hat dabei gezeigt, dass eine Community schnell verwaist, wenn es keinen Community Manager gibt, der sich um sie kümmert. Grund genug also, das Community Management in Woche drei des #e20mooc genauer unter die Lupe zu nehmen.

Community Management

„Community Management: Katalysator für Social Business“ weiterlesen

Internes Community Management will gelernt sein

Community Management ist längst den Kinderschuhen entsprungen. Wusste man vor Jahren noch nicht so richtig etwas damit anzufangen, so reicht heute die grundlegende Begeisterung für die Arbeit und das Unternehmen, bzw. das Produkt nicht mehr aus. KPIs, Konzepte und Strategien sind hier wichtige Schlagworte, welche mehr und mehr den Alltag bestimmen und hier liegen oft die ersten Probleme.

 

Community

 

Die zunehmende Professionalisierung macht es erforderlich, dass ein Community Manager sich mit Inhalten wie Strategie, Konzeption, dem Community Lifecycle und vielem mehr beschäftigen muss.

Die Ansprüche steigen:

  • Was ist der Sinn und Zweck, warum eine Community gegründet wird?
  • Welche Methoden gibt es, um Communitys zielgerichtet zu steuern?

 

Insbesondere im Bereich Enterprise 2.0, bzw. innerhalb eines hochvernetzten Unternehmens sind diese Kenntnisse essenziell. Communitys müssen einen Grund haben und einen Zweck verfolgen, um anschließend auf ein Ziel einzuzahlen zu können. Somit ist eine grundlegende Kenntnis des Community Managements notwendiger denn je:

  • Wie formuliert man die Idee richtig?
  • Was muss in ein Community Konzept enthalten?
  • Wie bereite man die Community optimal für den Start vor?
  • Was gibt es bei der aktiven Betreuung zu beachten und was kann alles passieren?
  • Wie gehe ich mit Krisen um und wie überprüfe ich konstant meine Community?
  • Wie können geeignete KPI’s aussehen und wie wende ich diese an?
  • Wie promote ich meine Community und wie motiviere ich potentielle Teilnehmer?

 

Auf dem Weg zum internen Community Management

Mit diesen und anderen Themen setzen sich die Teilnehmer einer Community Manager Ausbildung auseinander. Sie erarbeiten Lösungen und schließen den Kurs am Ende mit einem Zertifikat ab. Natürlich spielen auch andere Skills wie Empathie und Kommunikationsstärke eine wichtige Rolle. Dennoch spielen der Nutzen (Business Case) und der unternehmerische Mehrwert einen hohen Stellenwert innerhalb des Kurses ein. Und all dies will gelernt sein.

 

Bei der Robert Bosch GmbH gibt es den sogenannten „Certified Community Manager- Kurs“ (CCM), der über einen 10-wöchigen Kurs die notwendigen Kenntnisse vermittelt. Hier ist bereits die Lernmethode neu, denn die Teilnehmer erarbeiten sich die Kenntnisse in einer Community. Sie lernen zugleich die wichtige Funktionen und die Dynamik von Social Business kennen, welche ihnen später begegnen wird.

 Lernen und Arbeiten – direkt in der Plattform

Alle Aktivitäten (Bereitstellung der Lernmaterialien, Austausch mit anderen Teilnehmern sowie Präsentation der Ergebnisse) finden direkt auf der unternnehmenseigenen Plattform,  mit welcher sie ohnehin arbeiten, statt. Die Know How! AG stellt den Teilnehmern sogenannte Lernprozessbegleiter zur Seite, die den Kurs leiten und begleiten, zur Seite.

 

Durch die Professionalisierung der Community Manager Ausbildung verfügt die Robert Bosch GmbH über hoch qualifizierte und sehr gut ausgebildete Mitarbeiter. Diese können die internen Communitys im Einklang mit den Werten und Zielen des Unternehmens mit entsprechenden Maßstäben gestalten und lenken.

 Benefit der Ausbildung

Der CCM ist ein wichtiger und sinnvoller Baustein, um sich für den Beruf des Community Managers zu rüsten. Notwendiges Fachwissen wird vermittelt, was heutzutage mehr denn je über Erfolg oder Misserfolg einer Community entscheiden kann.

 

Dies gilt nicht nur, aber vor allem für interne Communitys in Unternehmen, die sich auf den Weg zu einem Social Business, bzw. Enterprise 2.0 begeben. Die zukünftige Arbeitswelt von morgen braucht gut ausgebildete Fachkräfte und dieses müssen sinnvoll und zeitgerecht an diese Themen heran geführt werden.“

Digitale Arbeitsweisen oder digitaler geht immer

Social Media Tools haben Auswirkungen auf die Art und Weise wie wir heute und auch in Zukunft (zusammen)arbeiten werden. Was heute bereits technisch, dank unterschiedlicher Apps möglich ist, erfahren Sie im Gastartikel von Lars Kroll, Projektmanager Online und Social Media. Danke für den Artikel auch auf diesem Weg.

Digital workplace now?

Nicht nur bei der diesjährigen CeBIT stand das Thema „Arbeitsplatz der Zukunft“ auf der Agenda. Auch bei der 32. Social Media Night Stuttgart ging es um dieses Thema bei dem Vortrag von Barbara Koch von  IBM. Der Konzern lebt selbst in den eigenen Firmengebäuden eine Art „Homeoffice-Mentalität“. So gibt es hier zum Beispiel die Möglichkeit sich einen beliebigen Arbeitsplatz im Gebäude zu suchen. Weitere spannende Einblicke gibt dieser Clip des Vortrags

 

 

 

Ab 0:34 Minute für alle Ungeduldigen

 

Speziell möchte ich in diesem Beitrag auf die Arbeitsumgebung und Apps eingehen, und wie es auch im Home Office gelingt, Anschluss an die Unternehmung zu halten  sowie produktiv zu Arbeiten.Ich selbst bin weder Voll- noch Teilzeit „Homeworker“, verbringe allerdings als Consultant doch den ein oder anderen Tag nicht im Büro, sondern in der Bahn, daheim, Flugzeug, etc.

 

Auch hier gilt es für mich Anschluss zu den Mitarbeitern zu halten, was mit Hilfe der fortgeschrittenen Einführung der Social Software von Zyncro beim SocialMedia Institute perfekt funktioniert. Damit wären wir auch schon bei der ersten Anwendung die mir dabei Hilft a) mit meinen Kollegen, Geschäftspartnern, Kunden, etc. in Kontakt zu bleiben und b) meine Aufgaben sowie dazu erstellten Dokumente an einem zentralen Ort abzulegen.

 

digital workplace

Die Tools im Überblick

Zynro

Die Cloud-Lösung von Zyncro kombiniert die klassischen Funktionen eines Intranets (Aufgaben-Management, Wiki, Datei-Upload, …) mit Social Media Features (Kommentar-Funktion, Gefällt mir, @-Mentions, …). Desweiteren gibt es eine dazu passende Mobile-App, die dieselben Features wie die Desktop-Version beinhaltet. Dies ermöglicht, dass ich auch von unterwegs auf alle Daten und Funktionen Zugriff zu habe.

 

Google Drive

Kombiniert wird die Social Software von Zyncro um die Funktionen von Google Drive. Dies ermöglicht die Zusammenarbeit an Dokumenten, sodass man sich den stetigen Upload nach einer neuen Version spart. Ebenfalls lassen sich auch hier wieder externe Kunden, Geschäftspartner, etc. einbinden.

 

HootSuite

Eine weitere App, die es natürlich auch als Web-App gibt, ist HootSuite. Damit erledige ich noch auf dem Weg zur Arbeit meine Content-Planung für den Tag (Natürlich nur wenn ich mit der Bahn fahre. HootSuite ist ein super Tool, um Beiträge für die verschiedensten Social Networks (Facebook, Twitter, Google+-Seiten, ..) zu veröffentlichen, zu planen, zu analysieren, zu monitoren und zu kuratieren. Ebenso ist die Arbeit im Team möglich, es können z.B. im (Service)-Bereich Tweets an den entsprechenden Unternehmensbereich weitergeleitet und dadurch (Service)- Prozesse optimiert werden. Viele weitere Möglichkeiten finden sich im HootSuite-Blog.

 

Ich liebe Musik, am liebsten würde ich 24 Stunden, 7 Tage die Woche, 52 Wochen im Jahr Musik hören. Besonders wenn ich mich in ein Projekt vertiefe, steigern gute Songs meine Produktivität. Damit ich durchgängig mit den verschiedenen Musikrichtungen versorgt bin, nutze ich folgende Apps:

Weitere Apps die ich im Business-Context mag und nutze:

„Digitale Arbeitsweisen oder digitaler geht immer“ weiterlesen

Ich bin dann mal Community Manager – Ahoi

Wie bereits erwähnt entstehen durch den Einzug von Sozialen Medien in die Arbeitswelt viele neue Berufsbilder. Zu diesen neuen Erscheinungsformen gehört auch die des Community Managers.

 

Was macht nun dieser Community Manager und wie wird man Community Manager? Worin unterscheiden sich interne und externe Communitys? Diesen und andere spannenden Fragen werden wir in den nächsten Wochen nachgehen. Wir starten mit einer Begriffserklärung sowie einer kurzen Aufgabenbeschreibung. Als erstes nehmen wir den Arbeitsalltag eines Community Managers unter die Lupe. „Communitys“ sind aktuell in aller Munde. Grob gesagt handelt es sich bei einer „Community“ um eine Online-Gemeinschaft.

Community Management

 Und was ist dann Community Management?

Der Bundesverband Community Management BVCM (2014) definiert den Begriff wie folgt:

„Community Management ist die Bezeichnung für alle Methoden und Tätigkeiten rund um Konzeption, Aufbau, Leitung, Betrieb, Betreuung und Optimierung von virtuellen Gemeinschaften sowie deren Entsprechung außerhalb des virtuellen Raumes“

 

Wie der Verband zeigt, erwächst aus dem Community Manager gerade ein handfestes Berufsbild. Die Tage in denen Community Management als lapidare Nebentätigkeit für Nachtportiers und Assistentinnen verstanden wird, neigen sich allmählich dem Ende.

Das Aufgabenbild des Community Managers lässt sich weiter aufteilen in die Betreuung von externen (Kunden-Communitys) oder von internen Communitys (Mitarbeiter- oder Projektcommunitys).

 

Weitere Informationen finden Sie auch im Storify-Bericht unseres Produktmanagers E2.0 Wilke Hannes Riesenbeck

 

Vom Gärtnern und Hausbauen

Oftmals wird das Community Management auch mit der Aufgabe eines Gärtners verglichen. Die Community als Sinnbild des Gartens, der gehegt und gepflegt werden muss. Um in der bildhaften Sprache zu verweilen: Manchmal muss der Garten auch von Unkraut und Wildwuchs befreit werden. Dies alles liegt in der Hand des Community Managers.

 

Andere Experten vergleichen den Prozess des Community Managements gar mit dem Bau eines Hauses: Auf dem Weg zum Hausbau gilt es einige Schritte zu meistern – Stein für Stein entsteht die Community. Egal welches Bild man heranzieht, eines ist klar: Community Manager bringen Leben in die Community und schaffen so einen realen und oft auch geschäftlichen Mehrwert (Stichwort Business Case).

 

Und wie sollte er nun sein, dieser Community Manager?

Ein Supermann? Ja doch in gewisser Weise….Denn er muss sich:

  •  Um den Aufbau der Community kümmern
  • Muss Inhalte besteuern
  • Muss die Community unterhalten (daher wird er auch Cheerleader genannt)
  • Muss Krisen meistern
  • Inhalte bewerten und kuratieren (Traffic Cop)
  • Muss die Community bekanntmachen
  • And much more

Was alle Metaphern und Anforderungen eint, ist die Tatsache, dass die Aufgaben eines Community Managers sehr all umfassend und sehr vielseitig sind. Muss man dazu geboren sein? Kann man das lernen? Ja man kann das lernen, aber nicht von heute auf morgen. Wie bei jeder Ausbildung muss man sowohl theoretische und praktische Fähigkeiten entwickeln, um wirklich erfolgreich zu sein (Dazu mehr in Teil 3 unserer Serie).

Lesen Sie nächste Woche mehr zum Thema: Community Management als Business-Faktor

Social Networking ist schon was Tolles!

Dass ICH so was mal sage, hätte ich mir vor ein paar Wochen, bevor ich mit dem E-Learning begonnen habe, nicht träumen lassen. Mit dem Begriff Social Networking konnte damals ohnehin nichts anfangen. Jetzt weiß ich, dass Social Networking die Vernetzung von Menschen über eine Social Media Plattform ist. Ich muss zugeben, dass ich mir mittlerweile gar nicht mehr vorstellen könnte, ganz auf Social Media zu verzichten.

 

Täglich lese ich auf Facebook die Posts meiner Freunde und weiß genau, was die gerade so machen. Während ich früher oftmals keine Zeit gefunden hab, mich mal wieder bei Bekannten zu melden oder auch einfach keine Lust auf ein langes Telefonat hatte (wenn ich abends heimkomme, will ich ja schließlich auch mal meine Ruhe haben), kann ich heute über Facebook ganz einfach den Kontakt halten. Außerdem ist es doch viel unkomplizierter mal schnell über Facebook eine Nachricht zu schicken, als extra eine Mail zu verfassen oder zum Hörer zu greifen.

 

Neben Facebook bin ich ja auch noch bei Twitter angemeldet. Was mir noch fehlt ist Xing, denn wie ich im E-Learning Modul 8 Networkinggelernt habe, sind Facebook und Twitter eher für den privaten Gebrauch gedacht. Xing oder LinkedIn dagegen sind aus beruflicher Sicht sinnvoll. Auf Xing kann ich meine Kompetenzen und Arbeitserfahrungen angeben. Indem ich mich mit Kollegen vernetze, habe ich dann auch immer einen Überblick über deren Fähigkeiten und berufliche Entwicklungen. Interessant ist aber nicht nur die Vernetzung mit Menschen, die man schon kennt. Bei Xing werden auch Kontakte zweiten Grades angezeigt. Das sind dann die Kontakte meiner Kontakte. Wenn ich ein Xing Profil hätte, könnte ich über den Activity Stream der Community auch neue Leute finden und mir anschauen was die so beruflich machen. Ich würde den Activity Stream einfach als Fenster bezeichnen, indem ich sehe, wer was gerade macht, aber wir brauchen ja für alles ein Fachwort. Für die Jobsuche ist Xing scheinbar ebenfalls super geeignet. Im Moment suche ich zwar nicht nach einer neuen Arbeitsstelle, aber man weiß ja nie. 🙂

Aber da sich ja auf einer solchen Plattform auch Kunden, Geschäftspartner und potenzielle neue Arbeitgeber bewegen, sollte ich schon aufpassen, was ich im Netz veröffentliche und mir überlegen, wie ich möglicherweise auf andere wirke. Nicht, dass die einen falschen Eindruck von mir bekommen. Wichtig ist außerdem, dass meine Angaben immer aktuell sind, denn mein Profil ist ja quasi meine digitale Visitenkarte. Ich könnte mich auf Xing auch mal mit anderen Sekretärinnen vernetzen. Im E-Learning wurde mir das mit Communities erklärt.

 

 

In meiner Sprache: Communities sind einfach Gruppen, denen man beitreten kann. Beiträge und hochgeladene Dateien innerhalb der Gruppe können dann nur von den jeweiligen Mitgliedern gesehen werden. Man kann den Beiträgen auch zustimmen – in Facebook beispielsweise, wenn man auf den Like-Button unter dem Beitrag klickt. Dadurch kann ich dem jeweiligen Nutzer zeigen, dass ich seinen Beitrag gut finde. In einer solchen Gruppe gibt’s dann wie im Wiki wieder einen Manager, der dafür zuständig ist, die Inhalte aufzubereiten und zu strukturieren. Den nennt man aber nicht Gärtner, sondern Community Manager.

 

In einer Sekretärinnen-Gruppe beispielsweise wären dann nur Sekretärinnen Mitglied. Die Vorstellung gefällt mir, dann könnten wir uns gegenseitig Tipps geben und wenn man schnell mal eine zweite Meinung braucht, kann man das dort einfach reinschreiben. Ich muss mal schaun, ob es vielleicht auf Facebook eine solche Gruppe schon gibt. Über das Suchfeld müsste ich die ja finden. Falls nicht, erstell ich eben selbst eine. Ist bestimmt nicht so schwer! Aber ich glaub, da muss ich dann wegen den Privatsphäre-Einstellungen der Gruppe aufpassen. Soll ja nicht von jedem gesehen werden, über was wir uns austauschen.

 

Kontinuierliches Lernen mit Social Media

Gastbeitrag von Wilke Riesenbeck, E-Learning-Autor bei der Know How! AG

 

Ich würde mich hierüber gerne mit jemandem austauschen!“ ist eine typische Aussage von Absolventen einer Lerneinheit. Denn obwohl gute Lernprogramme und Seminare nah an den Interessen der Lernenden ausgerichtet sind, gibt es mit der Zeit zunehmenden Gesprächsbedarf. Genau an diesem Punkt setzen Social Learning Formate an, die ein Lernen auch über die Lerneinheit hinaus ermöglichen.

 

Lernen als kontinuierlicher Prozess
Sowohl Lernprogramme als auch Seminare haben einen festen Platz in der beruflichen und betrieblichen Weiterbildung. Denn beide bestechen durch professionell aufbereitete Inhalte, klar definierte Lernziele und anerkannte Zertifizierung. Doch spätestens wenn das Gelernte am Arbeitsplatz angewendet werden soll, treten die ersten Unsicherheiten auf. Sei es wegen zu großer Divergenzen zwischen Theorie und Praxis oder aufgrund mangelnder Vergleichslösungen von Kollegen – der Lerntransfer scheitert oft bevor er überhaupt begonnen hat. Selbst wenn dies nicht der Fall ist, verliert der Lerninhalt mit der Zeit an Aktualität, ohne dass den Mitarbeitern dies bewusst wäre. Beide Szenarien laufen auf die gleiche Erkenntnis hinaus: Gelungenes Lernen ist kein punktuelles Ereignis, sondern ein kontinuierlicher Prozess.

 

Gemeinsames Lernen in der Community
Wie kann Social Learning, d. h. das Lernen mit Social Media, hier nun Abhilfe schaffen? Die Antwort liegt einem Zusammenschluss der Lernenden zu einer Lern-Community. In einer solchen Community kommen Mitarbeiter zusammen, die ähnliche Lerneinheiten absolviert haben und sich nun weiterhin mit dem Inhalt auseinandersetzen möchten. Hierbei erörtern sie inhaltliche Fragen, diskutieren Transferprobleme und bringen weiterführende Materialien ein. Wie aktiv sich die Mitarbeiter einbringen, entscheiden sie je nach individuellem Bedarf. Als Tool für solche Communities eigenen sich insbesondere interne soziale Netzwerke wie Yammer, Communote oder Connections. Im Idealfall sind diese im Unternehmen bereits vorhanden, so dass die Mitarbeiter für ihr Lernthema lediglich eine neue Gruppe anlegen müssen. Auch wir bei der Know How! AG arbeiten für unsere interne Weiterbildung sehr erfolgreich mit themenspezifischen Yammer-Gruppen.

 

Mehrwert durch Kuratoren und Experten
Um das Lernen in der Community zu unterstützen, können Unternehmen einen Kurator ernennen, der den Inhalt der Community systematisch aufwertet. Hierfür hilft er dabei, die Diskussion der Mitarbeiter durch eigene Beiträge zu strukturieren und weiter voran zu bringen. Zudem steuert er gezielt relevante Quellen aus dem (Social) Web bei und verweist die Community so auch auf aktuelle Neuerungen. Je mehr fachliche Expertise der Kurator besitzt, desto mehr kann er auch auf inhaltliche Fragestellungen eingehen. Trainer oder Fachexperten eigenen sich daher besonders gut für diese Aufgabe. Doch auch die Expertise der Mitarbeiter darf nicht außer Acht gelassen werden. Besonders kommunikationsstarke Mitarbeiter können die Community um einen eigenen Blog bereichern, in welchem sie ihre Erfahrungen schildern und mit ihren Kollegen diskutieren. Solche Blogs können auch ein Instrument sein, um gemeinsam an Aufgaben zu arbeiten, die im Anschluss an die Lerneinheit gestellt wurden. Die Lernenden werden dabei zu Prosumenten, die Inhalte nicht nur konsumieren, sondern auch produzieren.

 

Der Aufwand lohnt sich
Natürlich sind solche Communitys keine Selbstläufer. Zum einen braucht es Multiplikatoren, welche die Lerngemeinschaft durch ihr Engagement beleben. Zum anderen müssen die Mitarbeiter vom Wert des Social Learning überzeugt und für dessen Anforderungen fit gemacht werden. Für uns als Know How! lag es da nahe, unseren Kollegen neben Präsenzveranstaltungen auch Zugang zu unserem Social Media Lernprogramm „Go Social!“ und unserem Online-Trainingscamp „EWPP“ zu geben. Eine „How-to-Yammer“ Gruppe findet sich in unserem Netzwerk natürlich auch. Zweifelsohne ist die Einführung von Social Learning mit einem gewissen Initialaufwand verbunden. Doch der enorme Mehrwert des kontinuierlichen Lernens ist die Mühe definitiv wert.

 

_______________________________________________________

 

Als E-Learning Autor und Social Media Experte entwickelt Wilke Riesenbeck neben seinem Job als Drehbuchautor auch Konzepte zu Social Learning. In seinem eigenen Blog schreibt er zudem regelmäßig über neue Methoden des E-Learnings und interessante Entwicklungen im Bereich Social Media.