Teil 1: Die 5 Stolpersteine bei der Einführung des Digital Workplace

Die digitale Transformation schreitet in Deutschland und der Welt voran. Mit ihr einher geht der Wechsel hin zu einem digitalen Arbeitsplatz. Auf diesem Weg warten viele Herausforderungen, vor allem jedoch Chancen. In folgendem Teil werden die ersten beiden Stolpersteine erläutert, welche einem häufig begegnen und welche am besten vermieden werden.

Die Gliederung der Stolpersteine:

    • Ziele und Strategie
    • Prinzipien und Werte des digitalen Arbeitsplatzes
    • Digitale Kompetenzen
    • Enabling
    • Neue und veränderte Arbeitsprozesse

Ziele und Strategie

Mit der Einführung eines digitalen Arbeitsplatzes ist darauf zu achten, immer erst Klarheit zu schaffen, welche Ziele und Absichten verfolgt werden sollen. Oftmals gibt es nur ein paar Ideen, die grob skizziert werden. Bei solchen Vorgehensweisen wird relativ schnell deutlich, dass kein Realitätsbezug dahinter steckt. Ein weiteres Problem scheint, dass oft in Unternehmen nur einem Buzzword oder Trend hinterhergelaufen wird und die wesentlichen Ziele aus den Augen verloren werden.

Das Resultat: Es wird keine erfolgreiche Transformation zum Digital Workplace stattfinden, da sich weder die Unternehmen noch die Mitarbeiter damit identifizieren können und vor allem keiner davon weiß, was erreicht werden soll.

Deshalb lauten unsere Empfehlungen:

    1. Befragen Sie Kollegen aus allen Bereichen, was sie erwarten und sich wünschen (nicht nur die Führungskräfte, sondern auch die Mitarbeiter, welche die meiste Zeit damit arbeiten werden). Vergessen Sie dabei nicht den Betriebsrat.
    2. Definieren Sie die Ziele basierend auf den Aussagen der Mitarbeiter und Führungskräften. Bauen Sie ein Projektteam auf, welches nicht zu klein ist, hinter dem Projekt steht und von dem Nutzen, als auch den Chancen überzeugt ist. Planen Sie auch dafür mehr Zeit und Geld ein.
    3. Erstellen Sie einen Anforderungskatalog für die Toolauswahl und probieren sie viel aus. Überlegen sie, wo sie Kompromisse eingehen werden und wo nicht.
    4. Erstellen Sie eine Roadmap für einen schrittweisen Rollout.
    5. Als Ziel und Bestandteil der Strategie darf das neue Werkzeug zwingend die bestehenden ablösen und nicht als etwas Zusätzliches empfunden bzw. kommuniziert werden. Dies ist wichtig für die Erkennung von Nutzen, als auch Mehrwert und baut so Blockadehaltungen kontinuierlich ab.
    6. Mit Blick auf die Ziele und der Strategie sollte das Thema Change nicht vergessen- und dementsprechend alles damit abgleichen werden. Es geht um mehr als nur die Einführung eines Tools, was im kompletten Verlauf des Beitrages noch etwas klarer wird.

Prinzipien und Werte

Bei der Einführung eines digitalen Arbeitsplatzes ändern sich viele Dinge. Da dieser Wandel oft unterschätzt wird, ist es von Vorteil im Voraus festzulegen, welche Veränderungen oder Komplikationen eintreten können. Die Technik ist dabei ein wichtiger Bestandteil, der allerdings nicht im Hauptfokus stehen sollte. Es geht also darum, wie Mitarbeiter zukünftig miteinander kommunizieren und welche Workflows sich ändern. Warum dabei das Formulieren und Abgleichen der Ziele unumgänglich erscheint, zeigt die Erfahrung. Eine erfolgreiche Prozessoptimierung findet in vielen Fällen über die Ableitung der Unternehmenswerte statt. Die Punkte wie mehr Effizienz, mehr Agilität oder Transparenz innerhalb sowie außerhalb des Unternehmens sind dabei ebenso von zentraler Bedeutung. In Bezug auf die digitale Transformation ist eine gesunde Fehlerkultur mit geteiltem Wissen deutlich besser, als dem oft verbreiteten Silodenken. Die stärkere Vernetzung der weltweit verteilten Unternehmensbereiche ist ebenso ein Punkt, der nicht unterschätzt und sogar noch mehr gestärkt werden darf. Es stellt sich also heraus, um eine nachhaltige Veränderung zu erzielen, dass die Kombination aus den Zielen und Werten eines Unternehmens als zwingend erforderlich erscheint.

 

Was sich beim digitalen Wandel außerdem als Stolperstein herausstellen kann, erfahren Sie im nächsten Teil.

 

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