Soziales Netzwerk, Wiki oder Blog – was brauchen meine Mitarbeiter?

Schon zu Beginn dieses Jahrzehnts setzten bereits 69% der deutschen Unternehmen Wikis ein, 61% griffen intern auf Blogs zurück und immerhin 44% verfügten über interne soziale Netzwerke – das ergab eine Studie der Centrestage GmbH. Die Vorteile der jeweiligen Plattform liegen auf der Hand. Jedoch sollte jedes Unternehmen im Vorhinein gründlich abwägen, was es sich vom internen Einsatz dieser Medien verspricht und welche Plattform am meisten Sinn macht.

Bereits vorhandene technische Voraussetzungen ist eines der Punkte, die vorab geprüft werden sollten. So können Unternehmen die mit Microsoft SharePoint arbeiten, relativ unkompliziert Wikis, Blogs oder soziale Netzwerke integrieren. Wer nicht über solche Grundlagen verfügt, sollte sich vorab beraten lassen, welche Kosten und welcher Aufwand mit der technischen Umsetzung des präferierten Kanals verbunden sind. Grundsätzlich gilt: Alles ist möglich, aber ist es auch nötig?

 

Daher die Vorzüge verschiedener Möglichkeiten in Kürze:

 

Ein internes Wiki als Ideenspeicher und Wissensdatenbank

Häufig stolpern unterschiedliche Mitarbeiter immer wieder über dieselben Fragen. Die Suche nach Antworten in alten Mails oder bei Kollegen ist sehr zeitraubend.

  • Im Wiki kann jeder Mitarbeiter einen neuen Beitrag anlegen, um seine Erkenntnisse für sich und seine Kollegen zu speichern.
  • Kollegen, die mehr über ein Thema wissen, können den Artikel problemlos erweitern.
  • Durch die Suche können die Beiträge schnell gefunden werden.
  • Nur wenn Mitarbeiter sich die Arbeit mit dem Wiki verinnerlichen, kann eine umfangreiche Wissensdatenbank entstehen.
  • Mit der Zeit entsteht eine Wissensdatenbank, die vor allem für neue, aber auch für erfahrene Kollegen eine große Hilfe und enorme Zeitersparnis darstellt.

 

Und wenn die Meinung der Mitarbeiter gefragt ist…

Im Vergleich zu einem Wiki, bilden Blogs und interne soziale Netzwerke (z.B. Yammer) die Geschehnisse chronologisch ab und lassen den Mitarbeitern mehr Raum für Interaktionen.

  • In einen Blog können Mitarbeiter eigene Beiträge erstellen und kommentieren.
  • In einem sozialen Netzwerk können Mitarbeiter ebenfalls Beiträge verfassen und kommentieren. Darüber hinaus können Mitarbeiter über den Like-Button schnell und einfach ihre Zustimmung aussprechen. Die Mitmachhürde ist damit vor allem für Social-Media-Neulinge anfangs geringer.
  • Durch den chronologischen Aufbau können regelmäßige Beiträge institutionalisiert werden. So kann beispielsweise der Vorstand jeweils zum Ende des Monats einen Rückblick veröffentlichen.
  • Die Möglichkeit Videos einzubinden, macht einen Blog und ein soziales Netzwerk lebendiger.

Welche Plattform Sinn macht, ist also stark davon abhängig, über welche Voraussetzungen ein Unternehmen verfügt und welche Ziele es mit der Einführung verfolgt. Geht es darum, das Informationsmanagement zu verbessern und einen zentralen Wissensspeicher zu erstellen, ist das Wiki die richtige Lösung. Dem entgegen laden Blogs und soziale Netzwerkplattformen mehr zum Meinungsaustausch ein.

 

Bild: Gerd Altmann  / pixelio.de

Ein Gedanke zu „Soziales Netzwerk, Wiki oder Blog – was brauchen meine Mitarbeiter?“

  1. Gute Statistik, ich habe mich viel beigebracht! Ich habe noch eine frage – mein Team IDeals ist jetzt auf der Suche nach gute soziale Netzwerk für das Personal, was könnt Ihr Vorschlagen?

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