Reverse Mentoring – Stimmen der Mentoren

Die Vorteile und Gefahren von Reverse Mentoring hat der Blogartikel „Führungskräfte optimal auf Social Media vorbereiten“ bereits aufgezeigt. In aller Kürze zusammengefasst: Mit Reverse Mentoring kann man vorhandenes Potenzial im Unternehmen optimal nutzen, sollte dabei aber nicht zu lax vorgehen.

 

Denn auch wenn junge Menschen die sozialen Kanäle im Privatleben ganz selbstverständlich nutzen, müssen sie auf ihre Aufgabe als Mentor gut vorbereitet werden. Aufgrund der vertauschten Rollen – junge Mitarbeiter sind plötzlich der „Coach“ ihrer Vorgesetzten – sollten die Mentoren nicht einfach ins kalte Wasser geworfen werden. Auch die Unterschiede der privaten und geschäftlichen Nutzung sozialer Netzwerke müssen den Youngsters vorab verdeutlicht werden.

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Wir haben den Reverse-Mentoring-Ansatz bereits aktiv bei Kunden umgesetzt. Für uns sind dabei Pilotphasen besonders wichtig. Während des Pilots sammeln ausgewählte Personengruppen vorab wichtige Erfahrungen mit dem Qualifikationsansatz. Was diesen Mentoren am Reverse Mentoring gut gefiel und wo sie noch Verbesserungspotenzial sehen, haben erste Teilnehmerbefragungen gezeigt:

 

„Wir haben beide dazu gelernt!“

Nicht nur für die Mentees, die neue Kenntnisse aus dem Bereich Social Media erlangen, ist das Reverse Mentoring sinnvoll investierte Zeit. Auch viele Mentoren schätzen das gemeinsame Lernen mit einer Führungskraft sehr. Wie trete ich dem Vorgesetzten in dieser Situation richtig gegenüber? Wie kommuniziere ich am besten, dass der ältere Kollege erstens den Sachverhalt versteht und zweitens sich nicht bevormundet fühlt? So betont ein Mentor beispielsweise, dass ihm das Programm die Berührungsangst mit Führungskräften genommen hat und er sehr viel zum Thema Gesprächsführung dazugelernt hat. Nicht zuletzt, da hierfür zu Beginn eine Lerneinheit stattfindet.

 

Andere Befragte gehen noch einen Schritt weiter und geben an, dass sie mindestens genauso viel von ihrem Mentee gelernt haben, nur eben aus anderen Kompetenzbereichen. Hinzu kommt, dass die Teilnehmer durch ihr Pendant andere Arbeitsbereiche und Aufgabenstellungen kennenlernen. Gute Chance „über den Tellerrand zu schauen“, fasst ein Mentor seine Erfahrung hierzu zusammen. Dementsprechend gibt die Mehrheit der Mentoren an, sich nochmals für diese Aufgabe zur Verfügung zu stellen – allerdings teilweise mit der Einschränkung, dass ihnen etwas mehr Kapazität dafür eingeräumt werden müsste.

 

Für uns sind die Lessons learned also: Die Ressourcen des Unternehmens zu nutzen – nämlich die eigenen Mitarbeiter – ist ein guter Weg, der vielschichtig weiterbildet. Jedoch müssen für beide Seiten ausreichend Kapazitäten eingeplant werden, damit es ein Erfolg werden kann.

 

In Teil zwei erfahren Sie mehr über die Erfahungen der Mentees.

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