Neue Lernformen am Firmament

Die Welt verändert sich: Digitalisierung, Globalisierung, Individualisierung und noch vieles mehr. Seit den sogenannten „00er Jahren“ scheint nichts beständiger als der ständige Wandel. Dies wird durch den Einzug von Social Media in die Unternehmenswelt (Enterprise 2.0) noch zusätzlich verstärkt. Neue-Lernmethoden
Die sogenannten „Digital Natives“ sind es auf Grund ihrer Sozialisierung gewohnt, Inhalte nicht nur zu konsumieren, sondern sich aktiv an der Erstellung von Inhalten zu beteiligen. Somit ändert sich nach und nach die Art und Weise wie Menschen in Zukunft lernen (möchten).

 

Social Learning gilt als der Trendbegriff einer ganzen Branche. Doch welche „social“ Lernformen gibt es bereits und worin liegen die Vorteile? In diesem Blogbeitrag möchte ich nun exemplarisch zwei neue Lernformen vorstellen. Bühne frei:

BARCAMP

Barcamps werden oft salopp als „Unkonferenz“ bezeichnet. Dies liegt unter anderem daran, dass alle Teilnehmer dazu aufgefordert sind, selbst einen Vortrag zu halten oder zu organisieren. Dies ist aber kein Muss.

 

Am Morgen des jeweiligen Barcamps werden alle eingereichten Themen an einer Pinnwand vorgestellt. Die Teilnehmer stimmen über die Themen ab. Basierend darauf wird die Agenda für den Tag erstellt. Bei den sogenannten Sessions handelt es sich um Großgruppenmoderationen bestehend aus Diskussionsrunden und Vorträgen.

Worin liegen nun die Stärken von Barcamps?

Barcamps ermöglichen Netzwerken „par excellence“. Zudem gibt es „keine Zuschauer, nur Teilnehmer“, daher ist der persönliche Erfolg individuell steuerbar. Die Kommunikation und Dokumentation erfolgt unter anderem über Social Network Plattformen, Blogs, Wikis oder Microblogs und somit aus vielen verschiedenen Blickwinkeln (Stichwort Mehraugen-Prinzip). Diese kurze Beschreibung lässt das Unkonventionelle eines Barcamps bereits erahnen, am besten sollte man es aber live erleben. Hier eine kleine, aber feine Auswahl an Barcamps:

FLIPPED CLASSROOM

Der „umgedrehte Unterricht“ (engl. „flip“ für: umdrehen) erobert nach und nach die Herzen der Lerner. Die Lerninhalte werden zu Hause anhand von Video-Tutorials, Web based Trainings oder Screencasts erarbeitet. In der Präsenzphase haben die Lerner die Möglichkeit, ihr Wissen anhand von Übungen, Case Studies oder Diskussionen zu vertiefen – sprich genau umgekehrt wie beim „gewöhnlichen Unterricht“.

Worin liegen nun die Stärken von Flipped Classroom?

Flipped Classroom ermöglicht das Learning on Demand unabhängig von Ort oder Zeit: Die Inhalte können einfach reproduziert werden. Durch die Vorbereitungszeit zu Hausse kann der Trainer in den Präsenzveranstaltungen besser auf die Wünsche und Bedürfnisse des Einzelnen eingehen. Die Heterogenität der Lerngruppe kann somit ausgeglichen werden.

 

Es gibt bereits sogar Schulen, die nur noch die „Flipped Classroom“-Methode verwenden, und auch die Know How! AG geht mit gutem Beispiel voran und verwendet im Rahmen des Projekts „Know How! goes healthy“ die „Flipped Classroom“-Methode.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.