Leadership 2.0 – auch Führungskräfte werden von der digitalen Revolution nicht verschont

Wie findet man sich als Führungskraft im digitalen Wandel zurecht? Was gilt es zu beachten und welche Stolperfallen lauern? Wie geht man in einer Welt, in der man rund um die Uhr erreichbar sein kann, sorgfältig mit den eigenen Ressourcen sowie denen seiner Mitarbeiter um? Um diese Fragen drehte sich der Vortrag „Leadership 2.0 – auch Führungskräfte werden von der digitalen Revolution nicht verschont“ von Claudia Hilker auf dem 14. Bildungskongress der Know How! AG.

 

 

„Es geht nicht um Patentrezepte, sondern darum, seine eigene Rolle in dieser Welt zu finden“. Claudia Hilker

 

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Der digitale Wandel und die Möglichkeiten und Gefahren, die mit ihm einhergehen, verändern unsere Arbeitswelt grundlegend. Die Generation der „Digital Natives“ stellt die Arbeitgeber vor neue Herausforderungen. Gut ausgebildet und mit den sozialen Medien aufgewachsen stellen sie neue Anforderungen an ihren Arbeitsplatz.

 

Teamarbeit, Kreativität und eine digitale Vernetzung, auch bei der Arbeit, sind ihnen wichtig. Treffen diese Vorstellungen auf Werte der Führungskräfte, die aus ihrem Arbeitsleben strengere Hierarchien kennen und sich erst an die sozialen Medien gewöhnen müssen oder sich ihnen gar verschließen, sind Konflikte vorprogrammiert. Daher ist es wichtig, sich den Erwartungen der „Digital Natives“ zu öffnen.

 

Gut ausgebildete Arbeitskräfte werden in Zukunft hart umkämpft sein, also gilt es sich auf sie einzustellen. Dazu gehört die Bereitschaft Neues zu lernen. Was die Beherrschung der digitalen Welt angeht, haben die „Digital Natives“ nämlich die Nase vorn. So schicken einige Unternehmen die Manager zur „Social Media“ Nachhilfe. In Kursen lernen die Manager viel Wissenswertes rund um das Thema Social Media, sowohl theoretisch als auch praktisch.

 

Wichtig ist auch zu klären:

 

Wer darf etwas im Namen des Unternehmens posten? Wie sollen sich die Mitarbeiter verhalten, wenn sie privat im Social Web unterwegs sind? Legt man keine Regeln fest kann es leicht passieren, dass die Reputation des Unternehmens, etwa durch ein unangebrachtes Posting, Schaden nimmt.
Auch unsere Arbeits- und Freizeitgestaltung ist im Wandel. Heutzutage ist es möglich rund um die Uhr erreichbar zu sein. Viele Arbeitsvorgänge werden beschleunigt. All das birgt Risiken und hat Auswirkungen auf unsere Psyche. Der Begriff „Burnout“ ist heutzutage in aller Munde. Immer mehr Menschen halten dem immensen Druck ihres Arbeitslebens nicht mehr stand und sind „ausgebrannt“.

 

 

Eines der wichtigsten Ziele des Leadership 2.0

 
sollte es also sein, die Kompetenz des Einzelnen zu fördern und dafür zu sorgen, dass jeder sich mit seinem Arbeitspensum wohlfühlt. Man sollte mit dem gesamten Team genaue Absprachen treffen: Ab wann ist wer erreichbar? Und eben auch: Wann möchte man nicht erreichbar sein? Das gilt auch für Führungskräfte.
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Bei aller Aufgeschlossenheit neuer Medien und sozialen Plattformen gegenüber sollten auch Grenzen gesetzt werden: Irgendwann muss das Smartphone, das Tablet oder der PC einfach mal ausgeschaltet werden. Sich als Führungskraft während des digitalen Wandels zurecht zu finden ist nicht immer leicht. Laut Hilker gibt es hierfür auch kein Patentrezept, viel mehr muss jeder seine eigene Rolle in der neuen digitalen Welt finden. Eine offene Einstellung ist bei diesem Prozess besonders wichtig.

 

Als Führungskraft sollte man sich auf die neuen Medien einlassen und vieles ausprobieren. Gleichzeitig gilt es auf die Erwartungen der „Digital Natives“ einzugehen sowie von ihrem Wissensvorsprung in Sachen moderner Medien zu profitieren. Nicht zuletzt heißt es Grenzen ziehen sowohl bei der eigenen als auch bei der Erreichbarkeit der Mitarbeiter. Ansonsten droht die Grenze zwischen Arbeits- und Freizeit zu sehr verschwimmen.

 

Claudia Hilker ist seit 2002 selbständige Unternehmensberaterin bei Hilker Consulting Sie hat sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmen im digitalen Wandel zu begleiten und berät bei der Entwicklung einer Erfolgsstrategie für Marketing, Vertrieb und Kommunikation, Online Marketing und PR-Arbeit.

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