Welche Daten darf ich über meine Kollegen preisgeben?

Nicht nur im privaten, sondern gerade im geschäftlichen Umfeld sollte man sich Gedanken machen, welche Bilder und welche Informationen in den sozialen Netzwerken landen.

Das muss gefeiert werden!

Ein 20-jähriges Jubiläum muss natürlich gebührend gefeiert werden. Nach getaner Arbeit trifft sich Herr Müller mit seinen Kollegen in einer Bar, um darauf anzustoßen. Die Stimmung ist ausgelassen und alle freuen sich, auch außerhalb der Arbeitszeit in entspannter Atmosphäre zusammen zu sitzen. Ein paar Erinnerungsbilder dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Zu Hause wieder angekommen, sieht sich Herr Müller die Bilder noch einmal durch. Da ihm ein Bild besonders gut gefällt, will er den Schnappschuss mit seinen Kollegen auf Facebook teilen und schreibt dazu einen Post. Doch kurz bevor er die Nachricht abschicken möchte und den Share-Button drückt, kommt er ins Grübeln..

Welche Daten sollten lieber privat bleiben?

Daten, die Herr Müller durch seinen Post auf Facebook preisgeben würde, sind besonders sensibel. Dabei spielt die Kombination mehrerer Daten eine wichtige Rolle. Je mehr Informationen in die Öffentlichkeit getragen werden, desto größere Rückschlüsse können gezogen werden. Besondere Vorsicht gilt deshalb bei der Kombination aus Namen mit Bildern, Orten, Firmen und Positionen von Personen eines Unternehmens. Bei Bildern ist außerdem zu beachten, dass die Zustimmung fotografiert zu werden, nicht gleichzeitig bedeutet, dass dieses auch veröffentlicht werden darf.

Um sowohl die eigene Position und das Unternehmen zu schützen, als auch negative Schlussfolgerungen zu vermeiden, ist es wichtig, sich deshalb genau zu überlegen, welche Bilder im „Datenweltraum“ landen und welche besser privat bleiben.

Nicht nur bedenklich, sondern auch verboten?

Mit der Weitergabe personenbezogener Daten wird die Verletzung des Persönlichkeitsrechts dargestellt, wenn die Überlieferung nicht von den betreffenden Personen gestattet wurde. Aus diesem Grund ist z. B. das Posten eines Bildes in sozialen Netzwerken eine Datenverarbeitung, aus der Rückschlüsse gezogen werden können und ist somit verboten. Jetzt denken Sie bestimmt, so schlimm ist das doch nicht, solche Posts lassen sich auch wieder löschen. Gelöscht werden kann auf den ersten Blick alles, nur ob die Daten zuverlässig verschwinden, ist ein anderer Punkt. Längst könnte der Party-Schnappschuss kopiert, geteilt und für andere Zwecke verwendet worden sein – ohne dass man darauf einen Einfluss hat.

Ein „soziales Bewusstsein“ entwickeln

Soziale Netzwerke stellen heute eine vielfach genutzte Möglichkeit dar, private und berufliche Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben oder auch um sich über aktuelle Themen auszutauschen. Neben all diesen positiven Aspekten muss man sich jedoch auch über mögliche datenschutzrechtliche Risiken bewusst sein. Stellen Sie sich immer die Frage, ob die Informationen die Sie veröffentlichen möchten, Rückschlüsse zulassen und ob andere Personen beteiligt sind, die eine Weitergabe nicht wünschen.

 

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