HR von morgen – oder searching for the magic golden harp

Die 29. Social Media Night stand ganz im Zeichen von Human Resource Management. Wobei vielleicht hier schon das Problem als solches liegt. Im heutigen HR-Verständnis werden Menschen häufig wie Ressourcen – sprich wie Waren behandelt. Daher pressen sich die heutigen Bewerber in Schemen: Hard Facts anstatt Persönlichkeiten; Lebensläufe werden auf Hochglanz poliert. Oder wie Miriam Kamal-Specht, Gründerin und Geschäftsführerin von Yellow Frog, sagen würden „ gnadenlos langweilige Bewerbungsunterlagen“. Das ist das Bild, welches Bewerber heute von sich zeigen.

 

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Aber nicht nur Bewerber bestechen durch Langeweile, dasselbe gilt auch für Unternehmen. Wir suchen, wir bieten…Employer branding at its best?  Von wegen, Unternehmen präsentieren sich mit „aufgehübschten“ Fotolia-Bildern und wecken oft falsche Vorstellungen bei potenziellen Mitarbeitern. Dies  führt zu einer Diskrepanz zwischen den Erwartungen und dem Ist-Zustand und nicht selten zu einer negativen Bewerbung bei Kununu

 

Dazu später mehr…

 

Genau hier setzt die Strategie und der Slogan von Yellow Frog an: „Business is about people“. Im Grunde geht es „nur“ um authentische Menschen. In diesem Bereich kann HR noch viel von Social Media lernen, denn im Social Web trifft man auf „wahre“ Menschen. Wie will Yellow Frog nun die Personalwelt von morgen aufmischen?

 

Miriam Kamal-Specht konzipiert sowohl für Bewerber als auch für Unternehmen eine neue Art von Bewerbung. Portrait anstatt ein in Spalten gepresster Lebenslauf, schöne lebensechte Fotos anstatt gestellter Bewerbungsfotos. Im fiktiven Interview bieten die Kandidaten  im Voraus Antworten auf alle „blöden HR-Fragen“, so Kamal-Specht.

 

 

 

Weiter ging es mit dem spritzigen Vortrag von Carolin Horn von Kununu. Sie beschrieb auf sehr unterhaltsame Weise die Funktionsweise von Kununu. Es handelte sich hierbei jedoch keineswegs um eine Werbeveranstaltung, vielmehr wurde der Nutzen von Social Media für den Bereich HR greifbar(ER) gemacht. Auch hier die Botschaft, nicht nur das Unternehmen als solches definiert die Arbeitgebermarke, sondern vielmehr die Mitarbeiter eines Unternehmens.

 

 

Dies illustrierte sie am folgenden Beispiel: Fragen Sie Ihre Mitarbeiter, wie ihr Unternehmen als Mensch aussehen würde und fragen Sie das Management. In aller Regel handelt es sich um zwei völlig verschiedene Personen.

 

Kununu kann nun dazu dienen, dass ein realistischeres Bild über ein Unternehmen gezeichnet wird. Der Fokus für sie liegt aber nicht im Nörgeln, sondern darin, was das Unternehmen aus negativen Bewertungen  macht…

 

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