Wie „Happy Sheets“ den Lerntransfer beeinflussen

Lerntransfer

Den Transfer des Gelernten in die Praxis umzusetzen ist der entscheidende Benefit, den Unternehmen sich von Qualifizierung versprechen. Im unternehmerischen Kontext lernt man schließlich nicht um des Lernens Willen. Aber wie weisen wir nach, dass Qualifizierung etwas gebracht hat und wie können wir den Lerntransfer fördern? Diese Frage treibt die Personalabteilungen um und stellt sie vor so manche Herausforderung. Haben auch Sie sich schon den Kopf darüber zerbrochen, wie Sie einfach und kostengünstig sicherstellen können, dass ihre Mitarbeiter die Inhalte aus den besuchten Seminaren umsetzen?

In diesem Artikel erhalten Sie hilfreiche Tipps, wie Sie mit ein paar einfachen Fragen den Lerntransfer fördern können.

Das klassische „Happy Sheet“ hat seine Grenzen

Es ist gängige Praxis und oft auch Pflichtprogramm, nach einem Seminar einen Fragebogen zur Zufriedenheit von allen Teilnehmern ausfüllen zu lassen. Diese Formulare haben ihren Spitznamen „Happy Sheet“ zu Recht, da sie meist nur die aktuelle Stimmung im Seminar wiedergeben. Und da es einfach schön ist, mit Kollegen und Gleichgesinnten einen Seminartag mit leckeren Keksen zu verbringen, fallen die Antworten überwiegend positiv aus. Zudem will ja niemand jemandem etwas Böses und der Trainer hat bekanntlich auch wieder für eine angenehme Atmosphäre gesorgt.

Somit sind alle zufrieden und alle Teilnehmer können das neu erlernte direkt in der Praxis umsetzen, oder nicht?

Zufriedenheit und Lerntransfer hängen nicht zusammen

Eine umfangreiche Metastudie belegt, dass sich keinerlei Rückschlüsse von der Bewertung der Teilnehmer-Zufriedenheit am Ende eines Seminars zur tatsächlichen Anwendung des Gelernten in der späteren Praxis ziehen lassen. Auch zwischen Zufriedenheit und Lernerfolg besteht kein Zusammenhang. Wer das 4-Ebenen-Modell von Kirkpatrick kennt, der weiß, wie schön das doch gewesen wäre…

Fragen in den „Happy Sheets“ transferbezogen formulieren

Was eine weitere Studie jedoch zeigt, dass sehr wohl ein Zusammenhang zwischen der subjektiv bewerteten Nutzenerwartung und dem später gemessenen Transfererfolg besteht.

Ergänzen Sie also Ihre Fragebögen am Ende eines Seminars mit in die Zukunft gerichteten Fragen zum Nutzen und Einsatz des Gelernten und Sie bekommen einen besseren Einblick in den zu erwartenden Transferfolg.

 

  • Wie viel Prozent der Lerninhalte können Sie in Ihrer Arbeit anwenden?
  • Wie schätzen Sie den Nutzen des Trainings für die tägliche Arbeit ein?
  • Haben Sie das Gefühl, jetzt mit der neuen Software/dem neuen Prozess in Ihrem Bereich arbeiten zu können?

 

Gerne unterstützen wir Sie bei der Entwicklung zum Transfererfolg

 

 

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