Focus on Learning 2017: Tag 3

Netzwerk

Im Zentrum des letzten Tages der Focus on Learning 2017 stand die Frage nach dem richtigen Blend. Denn bei aller Begeisterung für neue Technologien kommt es nach wie vor darauf an, die möglichen Formate sinnvoll auszuwählen und zu kombinieren. Doch wehe dem, der versucht alles unter einen Hut zu bringen.

Auf den richtigen Blend kommt es an

Im Experten-Panel des dritten Tages zog David Kelly zusammen mit Robert Gadd, Mark Lassoff, Koreen Pagano, Allison Rossett und Chad Udell Bilanz. Die Experten waren sich einig, dass Learning Professionals besser reflektieren müssen, welches Format sie für welchen Zweck einsetzen. Es könne nicht einfach nur darum gehen, Videos und Games in die Organisation zu tragen, weil diese gerade modern seien. Vielmehr sei es nach wie vor das Ziel, einen sinnvollen Blend zu konzipieren. Durch die steigende Vielzahl der Formate ist diese Aufgabe zunehmend anspruchsvoller. Auch sollte bei aller Begeisterung für neue Technologien nicht vergessen werden, die bereits eingeführten Neuerungen weiterzuentwickeln: „Stop chasing the new thing and instead try getting better at the things you are already doing!“

 

Netzwerk statt Allwissenheit

In Anbetracht der zunehmenden Vielfalt und Komplexität der Blends, muss sich jede Weiterbildungsorganisation fragen, wo ihre Kernkompetenzen liegen. Denn es ist kaum vorstellbar, dass einzelne HR-Abteilungen oder HR-Agenturen das komplette Spektrum digitaler Lernangebote vollumfänglich abdecken kann. Die Amerikaner würden dazu sagen: „The jack of all trades is the master of none.” Frei übersetzt: „Wer alles kann, kann nichts so richtig.“ Es erscheint daher sinnvoll, sich auf ausgewählte Schwerpunkte zu konzentrieren und sich für die übrigen Bereiche mit passenden Partnern zu vernetzen. Um ganzheitliches Lernen anbieten zu können, ist es nicht erforderlich alle Formate zu beherrschen. Es reicht, die Stärken und Voraussetzungen der Formate zu kennen, um sie sinnvoll kombinieren zu können.

Meine Take-Aways

Die vielen Eindrücke der Focus on Learning ließen sich beliebig vertiefen und diskutieren. Wenn ich es aber auf den Punkt bringen möchte, zeichnen sich folgende Take-Aways ab:

 

  • Trends die heute schon praxisrelevant sind: Mobile, Video, Games, Performance Support
  • Trends für die nahe Zukunft: xAPI
  • Trends für die mittelfristige Zukunft: VR
  • Video-Sessions sind am besten besucht; großer Bedarf Videos selbst herstellen zu können
  • Blend wird immer komplexer und die notwendige Kompetenz daher umso größer
  • Wir müssen aufpassen, dass wir bei aller Neugierde für neue Themen, nicht vergessen, unsere bestehenden Leistungen zu optimieren
  • Frage: Wo sind unsere Kernkompetenzen, d. h. wo sind wir Master und was verstehen wir nur gut genug um es im Blend berücksichtigen zu können?

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