Focus on Learning 2017: Tag 2

Augmented Reality

Nach dem Warmlaufen des ersten Tages, gingen die Diskussionen am zweiten Tag der Focus on Learning schon deutlich mehr in die Tiefe. Sehr gut besucht sind schon wie im letzten Jahr die Vorträge Rund um das Thema Video. Die bewegten Bilder sind im Unternehmen angekommen und haben sich bewährt. Im Vergleich dazu haben Themen wie VR und xAPI noch einen deutlich längeren Weg vor sich.

Virtual, Augmented oder Mixed?

Virtual Reality, Augmented Reality oder gleich Mixed Reality? Kaum ein anderes Thema verursacht heute noch so viel Stirnrunzeln wie die verschiedenen VR-Formate. Gut also, dass der zweite Tag der Focus on Learning etwas mehr Klarheit gebracht hat. Die Sicht auf Wirklichkeit wird über Virtual Reality komplett durch eine virtuelle Realität ersetzt. Hierfür werden meist Brillen eingesetzt, welche das komplette Sichtfeld einnehmen. Augmented Reality legt digitale Inhalte über reale Objekte. Beispielsweise können somit Anleitungen über technische Geräte wie Smartphones und Tablets dargestellt und realisiert werden. Das Display zeigt dazu ein Live-Video des realen Objektes an und legt den digitalen Inhalt darüber. Ein populäres Beispiel hierfür wäre Snapchat. Mixed Reality ist das jüngste der drei Geschwister. Es erhebt den Anspruch Realität und Virtualität ohne erkennbare Brüche zu verbinden. Mit Hilfe spezieller Geräte wie etwa der Microsoft HoloLens können virtuelle Objekte im realen Raum abgelegt werden. Die Objekte sind dort tatsächlich fest platziert, so dass Menschen um sie herumgehen und mit ihnen interagieren können.

 

Bessere Abschlussquote durch Video

Ein paar überraschende Aussagen trafen die Video-Experten der dreitägigen Veranstaltung. Erhebungen zufolge haben Video-Kurse eine höhere Abschlussrate als herkömmliche E-Learning-Formate. Scheinbar vermissen die Anwender die fehlende Interaktivität überhaupt nicht. Es gilt: Wenn der Content relevant ist und ansprechend präsentiert wird, ist das Format zweitrangig. Das deckt sich mit der Erkenntnis, dass YouTube mittlerweile die beliebteste Lernplattform ist.

 

Mangelnde Unterstützung für xAPI

Was am zweiten Tag auch noch einmal deutlich wurde, ist wie viel Potential in xAPI steckt. Da mit xAPI praktisch jede digitale Lernaktivität ausgewertet werden kann, lässt sich mit dem neuen Protokollstandard nicht nur das formelle Lernen im LMS erfassen, sondern auch Social Learning und Performance Support getrackt werden. xAPI ist also absolut 70-20-10-ready. Hinsichtlich der erforderlichen Technologie besteht aber noch in vielen Punkten Aufholbedarf. Zwar gibt es viele Anbieter guter Learning Record Stores und Dashboards, doch die Hersteller von LMS und Autoren-Tools hinken noch gewaltig hinterher. Einzig in Lectora lassen sich xAPI-Statements bereits effizient generieren. Bei allen anderen ist es noch aufwändige Handarbeit. Doch die Zukunft für xAPI sieht trotz allem rosig aus: Laut Gartner Hype Cycle hat xAPI das Tal der Desillusion bereits durchschritten und bahnt sich nun seinen Weg in die praktische Anwendung.

 

 

 

Informationen über Tag 3 dieser Messe folgen in kommendem Beitrag.

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