Auf einen grünen Zweig gekommen: Das E-Learning-Konzept für Dehner

Wenn es um die Einführung von E-Learning in Unternehmen geht, mangelt es nicht an Ratschlägen. Allein im Internet und über verschiedene E-Learning-Anbieter finden sich zahlreiche Dos and Don‘ts für die richtigen Maßnahmen beim Corporate Learning. Auch wir haben hier bereits über Vorteile und Planungsschritte berichtet.

 

Die Sache ist nur die: Diese Empfehlungen bilden in der Regel den optimalen Ablauf ab und bleiben daher zunächst Theorie. Wer kann es den Interessenten da verdenken, wenn sie sich, mit Blick auf ihre eigenen Rahmenbedingungen, fragen, ob das in der Praxis auch tatsächlich so funktioniert? Für alle Zweifler und Skeptiker da draußen haben wir eine gute Nachricht: Ja, tut es! Den Beweis liefert zum Beispiel die Dehner GmbH.

 

Die Garten-Center-Kette mit über 100 Filialen in Deutschland und Österreich wollte seine Mitarbeiter durch ein Blended-Learning-Konzept zu kompetenten Verkaufsberatern ausbilden. Zusätzlich stand dem Unternehmen mit der Einführung eines Online-Shops eine große Veränderung bevor. Die Schulung der Mitarbeiter hatte damit gleich mehrere Aufgaben zu erfüllen: Zum einen standen die individuelle Kundenberatung und ein souveräner Umgang im Fokus. Zusätzlich sollte der Online-Shop ebenfalls in das Verkaufsgespräch integriert werden. Außerdem sollte das E-Learning den Mitarbeitern die Angst vor der anstehenden Digitalisierung nehmen.

Die Kombi macht’s: E-Learning und Lernberater

Das Projekt „So geht Verkaufen heute – kompetent im Markt und Online-Verkauf“ kombinierte webbasiertes Training mit einer Ausbildung von Lernberatern. Ihre Aufgabe war es, als Botschafter des Projekts in die Märkte zu gehen, die Kollegen vor Ort beim Lernen zu unterstützen und bei Problemen zu helfen. Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Trainingsmaßnahme war es, den Betriebsrat von Anfang mit an Bord zu holen. Die offene Kommunikation minimierte das Risiko für interne Konflikte; im Mittelpunkt stand, die gesetzten Ziele gemeinsam zu erreichen.

 

Für die Konzeption des E-Learnings war zunächst das Erarbeiten der Fragestellungen wesentlich. Auf diese Weise ließen sich die Bedürfnisse der Mitarbeiter und ihr Lernbedarf ermitteln. Spezielle Starter-Boxen zeigten mithilfe von Material den Nutzen der Weiterbildungsmaßnahme. Das webbasierte Training selbst thematisierte die individuelle Kundenberatung ebenso wie die Frage, wie sich der neue Online-Shop in das Verkaufsgespräch integrieren lässt. Eine eigens für das WBT konzipierte Begleitfigur vermittelte in animierten Videosequenzen und Illustrationen die Lerninhalte, praxisnahe Beispiele aus dem Verkaufsalltag der Dehner-Mitarbeiter gestalteten das Lernen anschaulich.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Evaluation gibt Sicherheit

Während des Projektverlaufs überprüfte Dehner kontinuierlich, welche Wirkung das Web Based Training bei den Nutzern erzielt: Wird das E-Learning tatsächlich genutzt? Und werden die Inhalte verstanden? Die Evaluation erfolgte zum einen durch die Lernberater, zum anderen durch das im Projekt eingesetzte Learning Management System der Know How! AG. Darüber lassen sich nicht nur die Kurse und unterschiedlichen Benutzer verwalten; es liefert auch einen detaillierten Überblick darüber, welche Maßnahmen die Lernenden verwenden und auf welchem Kenntnisstand sie sich befinden. Weil sich auf diese Weise Schwächen schnell zu erkennen gaben, sorgte diese parallel verlaufende Evaluation mit für den langfristigen Lernerfolg.

 

Mit dem E-Learning-Projekt betrat Dehner völlig neues Terrain – mit gutem Erfolg. „Für uns, wie auch den Handel im Allgemeinen, bietet E-Learning einen großen Mehrwert: Die Seminare kommen zu den Mitarbeitern in die Märkte, damit ist eine große Hürde bereits überwunden“, fasst Swaantje Creusen, Leiterin der Aus- und Weiterbildung bei Dehner, die Vorteile zusammen. „Mit dem webbasierten Training konnten wir außerdem die unterschiedlichen Lerntypen bestmöglich unterstützen und die Mitarbeiter für das Lernen begeistern.“

 

Unabhängig von der Branche oder dem Lerninhalt: Das Beispiel von Dehner zeigt, dass die Einführung von E-Learning nicht nur Wissen nachhaltig verfügbar macht, sondern darüber hinaus auch Veränderungen innerhalb des Unternehmens und deren Vorteile kommuniziert werden können.

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