Die E-Mail ist tot. Lang lebe die E-Mail!

AdrianSchroten_E-Mail_MBSMN

„Was ist eine E-Mail?“, fragte Daniel Backhaus auf der 42. Mercedes Benz Social Media Night in Stuttgart und gibt (s)eine Antwort darauf: „Ein ToDo auf die Liste eines anderen setzen, ohne dass er sich dagegen wehren kann.“ Das ist natürlich plakativ und provokativ – jedoch steckt was Wahres dahinter. Und braucht es die E-Mail eigentlich noch? Genau wie von Backhaus, gibt es auch von uns ein klares JA!

Social Email

Natürlich gibt es Plattformen wie yammer, Lync, Hipchat oder auch Slack die durchaus ihre Berechtigung und ihren Sinn für die interne und auch externe Kommunikation haben. Und auch andere Global Player springen auf den Trend auf: Amazon führt Amazon Workmail ein und auch Facebook will Einzug in den Büroalltag von Millionen Menschen halten. Ob E-Mails dann überhaupt noch zeitgemäß sind, ist dabei nicht wirklich die Frage.

 

Die Frage ist eher, warum wir das Tool nicht so nutzen, dass es uns etwas bringt: Ein klarer Betreff, ein vernünftiger Text, ohne zu weit auszuholen und eine sinnvolle Wahl der Empfänger würden schon helfen, um die E-Mail attraktiver zu machen. Nicht sinnlos E-Mails hin und her schicken (Stichwort Ping Pong), obwohl man für die Info auch einfach mal zum guten alten Telefon greifen könnte.

E-Mail Posteingang

Die Herangehensweise macht es aus

Denn zum großen Teil ist es unser Umgang mit der E-Mail, die sie so in Verruf gebracht hat. Posteingänge mit 300 ungelesenen E-Mails machen es dem Nutzer schwer herauszufinden, was jetzt eigentlich wichtig ist. Auch IBM entwickelt sich mit ihrer neuen Kommunikationsplattform IBM Verse in diese Richtung.

 

IBM beschreibt Verse als den „intelligenten Assistenten für die Organisation und Priorisierung von Aufgaben und Geschäftskontakten“. Verse scheint also mehr zu sein als nur eine Plattform auf der Kollegen und Partner zusammenarbeiten können. Anhand von Algorithmen und Datenanalysen erkennt Verse im Hintergrund, welche Kommunikationspartner wichtig sind und welche Aufgaben schnell erledigt werden müssen. Das alles mit einem klaren Erscheinungsbild – weit entfernt von vollen Posteingängen. Dennoch liegt dahinter noch das Prinzip der E-Mail – basierend auf Lotus, Domino und anderen etablierten Programmen. Verse scheint dem Nutzer also zu helfen, die E-Mails in den Griff zu bekommen und produktiv damit arbeiten zu können.

 

Die E-Mail in neuem Gewand

Jetzt könnte man behaupten, dass IBM Verse eigentlich „auch nur eine E-Mail“ in neuem Gewand  mit ein paar mehr Funktionalitäten ist. Eine Neuerfindung der E-Mail also. Von der technischen Seite stimmt das sicher auch – aber für den Anwender ist das im Prinzip zweitrangig, solange er ein Tool bekommt, mit dem der Arbeitsalltag besser zu bewältigen ist.

 

Und solange die Unternehmenskultur es dem Mitarbeiter auch erlaubt, die Kommunikationsmittel so zu nutzen, wie es tatsächlich sinnvoll ist. Das ist ein wichtiger Knackpunkt: Die digitale Transformation, die in den Arbeitsalltag einzieht, entfernt uns manchmal von der kommunikativen Realität und (wie Backhaus sagte): „Wir vergessen den gesunden Menschenverstand“. Darunter leidet dann oft auch die Unternehmenskultur, beziehungsweise merken die Verantwortlichen gar nicht, dass die Unternehmenskultur gehegt und gepflegt werden muss.

 

Die digitale Transformation lässt sich nicht aufhalten. Aber eine anpassungsfähige Unternehmenskultur bietet den Mitarbeitern die Möglichkeit, neue Wege zu gehen und selbst zu entscheiden, ob neue Tools für sie die Arbeitseffizienz steigern oder nicht. Es ist mal wieder das Change Management, das den Umgang mit neuen und alten Technologien vorantreibt und zu effizienten Arbeitsunterstützern, statt Zeitfressern macht.

 

Hier finden Sie Artikel zum Thema „Umgang mit Mails in Outlook“

Hier finden Sie Artikel zum Thema Change Management im Unternehmen

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.