Mit Recht und Ordnung – Tipps für Compliance-Schulungen

Typisches Szenario im Büroalltag: Feierabendzeit. Noch schnell das aktuelle Dokument speichern, das E-Mail-Programm schließen, den PC herunterfahren und dann ab in die Freiheit. Wenn es die Zeit noch zulässt, wird auf dem Weg nach draußen vielleicht noch die Kaffeetasse in der Küche abgestellt. Das reicht für heute. Schließlich wird ja morgen früh direkt weitergearbeitet. Aber stopp! Haben Sie da nicht noch etwas vergessen?

 

Allzu oft bleiben am Ende des Tages heikle Dokumente offen zugänglich auf dem Schreibtisch liegen. Empfindliche Informationen sind so für jeden ersichtlich, der – mit oder ohne Hintergedanken – an den Schreibtisch tritt. Dieses Verhalten ist daher eindeutig als riskant einzustufen und in den meisten Fällen ein Regelverstoß. Im Eifer des Gefechts und gedanklich schon im Feierabend ist das allerdings den Wenigsten wirklich bewusst.

 

Szenenwechsel: Ein mittelständisches Unternehmen aus dem Baugewerbe. Ein Tag auf der Baustelle, wie jeder andere auch. Ein Mitarbeiter hat versehentlich seinen Helm in der Firma liegen lassen. Laut Vorschrift dürfte er ohne eigentlich keinen Fuß auf die Baustelle setzen. Eigentlich. Aber was soll’s? Wird schon schief gehen. Bisher ist – trotz Helm – ja schließlich nie etwas passiert … Und Unfälle passieren ja sowieso immer nur den anderen. Auch wenn hier hoch gepokert wird, kommt der Arbeiter womöglich ohne Blessuren davon. Eine Verletzung liegt hier dennoch vor: die des Arbeitssicherheitsgesetzes.

Kleine Ausnahmen mit verheerenden Auswirkungen

Solche und andere Regelverstöße passieren im Alltag schnell, ohne dass groß darüber nachgedacht wird. Unter Umständen können diese kleinen Ausnahmen allerdings verheerende Auswirkungen haben. Die jährlichen Schäden durch Korruption, Arbeitsunfälle und Datendiebstahl sind immens und können in Einzelfällen auch schnell in Millionenhöhe gehen. Trotz zunehmender Regulierungen der Gesetzgeber und steigendem Bewusstsein für Risiken ist und bleibt Compliance das Sorgenkind von Unternehmensführern. Das liegt nicht unbedingt am fehlenden Versuch, die Belegschaft über Verstöße und mögliche Risiken aufzuklären. Das Problem ist häufig die fehlende Akzeptanz auf Mitarbeiterseite: Compliance-Schulungen sind Pflichtschulungen, und wie der Name schon klingt: eine lästige Notwendigkeit, die es so schnell wie möglich hinter sich zu bringen gilt.

 

Vor diesem Hintergrund stellt sich vielleicht die Frage, warum man auf die Schulungen nicht einfach verzichtet, wenn sich am Ende sowieso keiner an die Vorgaben hält? Damit wird allerdings vom eigentlichen Problem abgelenkt, denn die richtigen Fragen lauten: Wie kann man dieses komplexe Thema der Zielgruppe näher bringen? Ist es mit einer Schulung schon getan? Welche Herausforderungen gibt es außerdem?

Individuelle Angebote statt einheitlicher Compliance-Schulungen

Mit diesen Fragen haben auch wir bei der Know How! AG uns intensiv auseinandergesetzt. Das Ziel war klar: Wir wollten eine optimale Lösung finden, um Mitarbeitern dauerhaft Fähigkeiten zu vermitteln – sie also zu „enablen“. Enabling (auf Deutsch: in die Lage versetzen, befähigen) soll dazu führen, dass tägliche Aufgaben mithilfe des Erlernten besser ausgeführt werden können. Dazu haben wir uns bewusst gemacht, dass beim Compliance E-Learning nicht nur das Was?, sondern auch das Wer? eine wichtige Rolle spielt.

 

Je nach Berufsgruppe, Führungsebene oder Lernvorliebe haben Mitarbeiter unterschiedliche Enabling-Bedarfe. Diese sollten zuerst ermittelt werden, bevor es ans Eingemachte geht. Wir sind davon überzeugt, dass Compliance-Schulungen nicht nur aus unterschiedlichen Trainings bestehen sollten, sondern vor allem im den Moment des Bedarfs verfügbar sein müssen. Um solche ganzheitlichen Schulungskonzepte entwickeln zu können, haben wir einen Dreiklang aus Sensibilisierung, formellem Lernen und Performance Support gefunden, auf den wir uns stützen. So bieten wir eine nachhaltige Lösung und helfen, den Dschungel der Compliance-Vorschriften zu entwirren.

 

Wie diese Lösung im Detail aussieht, erläutern wir in loser Reihenfolge an dieser Stelle.

 

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