Community Management: Katalysator für Social Business

Menschen in einer Online-Community zusammenzubringen, ist zweifelsohne einer der größten Wertschöpfungselement einer Social-Business-Initiative. Denn in solchen Communitys lösen Mitarbeiter kollaborativ Aufgaben oder geben Kunden wertvolles Feedback. Die Erfahrung hat dabei gezeigt, dass eine Community schnell verwaist, wenn es keinen Community Manager gibt, der sich um sie kümmert. Grund genug also, das Community Management in Woche drei des #e20mooc genauer unter die Lupe zu nehmen.

Community Management

Was macht ein Community Manager eigentlich?

Community Manager sind Tausendsassa. Von der strategischen Planung über die Mitgliedermotivation bis hin zur Content-Produktion übernehmen sie ein breites Spektrum an Aufgaben. Soziale Kompetenzen sind dabei ebenso gefragt, wie Fähigkeiten in der Tool-Bedienung. In der Regel wird der Community Manager von seinem Unternehmen mit der Gründung einer internen oder externen Community beauftragt, um mit dieser ein definiertes Ziel zu erreichen. Daraufhin entwickelt er einen detaillierten Plan, wie die Community dieses Ziel erreichen kann und organisiert die notwendigen Ressourcen.

Im nächsten Schritt setzt der Community Manager die Community im Tool auf und akquiriert die ersten Mitglieder. Im laufenden Betrieb moderiert er die Arbeit der Mitglieder, bringt neue inhaltliche Impulse und kümmert sich um ein gutes soziales Klima. Je nach Größe der Community wird er dabei von weiteren Community Managern unterstützt. Letztlich muss der Community Manager gegenüber seinem Auftraggeber Rechenschaft über den Erfolg der Community ablegen. Hierfür definiert er Kennzahlen (KPI) der Community, anhand derer er Auskunft über den Grad der Zielerreichung geben kann.

Interne und externe Communitys

Community ist nicht gleich Community. So gibt es etwa themenzentrierte Communitys für den fachlichen Austausch, Communitys zur Abwicklung konkreter Projekte oder auch solche zur Umsetzung eines Prozesses – um nur einige Beispiele zu nennen. Die elementarste Trennlinie verläuft allerdings zwischen internen und externen Communitys. Während der Community Manager bei ersteren die Zusammenarbeit unter den Mitarbeitern fördert, stellt er bei letzterer einen Dialog zwischen dem Unternehmen und dessen Kunden her. Gegenstand dieses Dialogs sind etwa Feedback zu bestehenden Produkten oder auch Ideen für neue Produkte. Denn nicht selten haben die Kunden genaue Vorstellungen davon, was sie benötigen. Aufgabe des Community Managers ist es dann, das Feedback und die Ideen so zu kanalisieren, dass sie von der Community ausführlich diskutiert und anschließend an das Produktmanagement weitergegeben werden.

Je professioneller desto besser

Obwohl Community Management schon seit vielen Jahren gelebte Praxis ist, ging die Professionalisierung lange Zeit nur schleppend voran. Oft übertrugen Firmen die Aufgabe an irgendeinen medienaffinen Mitarbeiter, der hier ein paar Stunden seiner Wochenarbeitszeit investieren durfte. Mittlerweile hat die Entwicklung des Berufes aber deutlich an Fahrt aufgenommen. Mit dem BVCM hat sich ein Berufsverband gebildet, der zusammen mit BOSCH jüngst ein überarbeitetes Berufsbild herausgebracht hat. Unternehmen mit einem hohen Social Business Reifegrad beschäftigen bereits hauptberufliche Community Manager und integrieren diese in ihre Organisations- und Tarifstrukturen. Anhand definierter KPI können sie den Beitrag des Community Management zum Unternehmenserfolg eindeutig nachweisen. Diese Unternehmen haben verstanden, dass ein professionelles Community Management ein Katalysator für ihr internes und externes Social Business sein kann.

Ihre Meinung ist gefragt!

Die Diskussion darüber, was ein Community Manager leisten kann und soll, ist noch in vollem Gange. Entsprechend vielfältig sind die Vorstellungen davon, was gutes Community Management eigentlich ist. Wir möchten hierzu auch gerne Ihre Meinung hören:

 

Welche Erwartungen haben Sie an einen guten Community Manager?

Vergegenwärtigen Sie sich in welchen Communitys Sie selbst unterwegs sind und welche Best-Practise-Beispiele und Optimierungsmöglichkeiten Sie dort erkennen.

 

So beteiligen Sie sich an der Diskussion:

  • Lesen Sie ausgewählte Quellen zum Thema Community Management in der Linksammlung
  • Bloggen und twittern Sie zum Thema mit dem Hashtag #e20mooc
  • Teilen Sie Ihre Gedanken mit anderen Teilnehmern in der Community
  • Wählen Sie sich am 02.10. um 11:00 in den Hangout on Air mit unseren Experten ein

Ihr #e20mooc-Team freut sich auf Ihre Teilnahme!

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