Was machen Social Media- und Community Manager?

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Vor drei Monaten wurde zur Studie aufgerufen, jetzt liegen die Ergebnisse vor – und ein junger Berufszweig ist nicht mehr ganz so mysteriös wie zuvor. Was Social Media- und Community Manager machen, wie ihre berufliche Situation ist und wie sie sich ins Unternehmen eingliedern, hat der Bundesverband Community Management e. V. (BVCM) untersucht.

 

Generation Y dominiert Berufsbild

Knapp zwei Drittel der Befragten sind zwischen 25 und 35 Jahre alt. Insgesamt 55,5 Prozent von ihnen arbeiten bei Unternehmen aus dem Dienstleistungswesen, dem Medien- und Verlagswesen sowie der Informationstechnologie. Organisatorisch sind 59,4 Prozent der befragten Stelleninhaber den Bereichen Marketing und PR zugeordnet, gefolgt von 7,8 Prozent, die im Rahmen einer Stabsstelle direkt an die Geschäftsführung berichten. Die Firmenbudgets für Social Media- und Community-Aktivitäten liegen im Regelfall noch deutlich unter denen klassischer Marketingbudgets. Bei 61,2 Prozent der Befragten beträgt das Jahresbudget weniger als 50.000 Euro, 16 Prozent haben 50.000 bis 100.000 Euro zur Verfügung und immerhin 14,8 Prozent können mehr als 100.000 Euro ausgeben.

 

Populäre Plattformen Facebook, Twitter und Google+

Auf die Frage, welche Communities sie betreuen, nennen knapp 90 Prozent der Professionals Facebook als populärste Plattform vor Twitter und Google+, die immerhin noch von mehr als jedem Zweiten gepflegt werden. Demgegenüber betreuen knapp 30 Prozent eine eigene Plattform oder Community, z.B. für Kunden oder Mitarbeiter. Was die Aufgabengebiete eines Social Media- und Community-Managers betrifft, nimmt das Erstellen von Inhalten, hier insbesondere die Redaktionsplanung, die Recherche und das Schreiben von Texten, die meiste Zeit in Anspruch. Auch die soziale Bindung und Interaktion von Mitgliedern spielt eine wichtige Rolle: Einerseits beantworten die Professionals Service- und Supportanfragen, andererseits werben sie neue und binden bestehende Mitglieder, indem sie Anreize zur Mitwirkung setzen. Dagegen besteht beim Thema Erfolgsmessung und Konzeption einer Digitalstrategie Nachholbedarf.

 

Strategische Erfolgsziele fest im Blick

In 69 Prozent der Fälle existiert in den Unternehmen eine Social Media-Strategie. Befragt nach den wichtigsten Erfolgszielen der Strategie, nennen die Social Media-Experten die Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen (32,9 Prozent) an erster Stelle vor der Verbesserung der Zusammenarbeit (27,8 Prozent) und dem Zugriff auf Wissen und Experten mit 24,6 Prozent.

 

Die Studie „Zum Status von Social Media- und Community Management in D-A-CH“ belegt, dass noch Handlungsbedarf besteht, was Ausbildung und Zertifizierung von Social Media- und Community-Professionals angeht. Dr. David Wagner, Post-Doc für Digital Strategy und Innovation an der GGS sowie Leiter der Studie, ist sich sicher: „Die Bedeutung von Social Media und Online Communities wird weiter wachsen. Um deren Potenzial optimal zu nutzen, müssen Communities als lebendige Orte des Austauschs kultiviert werden. Die Vernetzung verschiedener Anspruchsgruppen ist eine Voraussetzung für wichtige Strategie- und Innovationsinitiativen wie beispielsweise Open Innovation und bildet damit die Grundlage für den zukünftigen Unternehmenserfolg.“
Hier finden Sie die ausführlichen Studienergebnisse zum Download.

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