About Claudia Mutschlechner

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Mobile Workplace – Fluch oder Segen?

Von überall arbeiten. Für meine Mutter ist das eine Vorstellung, die sie gar nicht so richtig greifen kann. „Wie, du hast im Homeoffice? Also können wir telefonieren?“ – „Äh, nein Mama. Ich muss ja arbeiten.“ – „Achso.“ Wenn ich ihr dann erkläre, dass ich auch daheim genauso erreichbar für Kollegen und Kunden bin, wie im Büro, schaut sie mich verdutzt an. „Guck mal, Mama. Das Geschickte daran ist ja, dass ich dann nicht ins Büro fahren muss und oft einfach etwas mehr Ruhe habe, als wenn ich im Büro sitze.“ – „Mhm. Ich verstehe schon. Und die Waschmaschine kannst du nebenher dann auch laufen lassen, gell?“ Ich muss zugeben, das tue ich tatsächlich – ein weiterer positiver Nebeneffekt des ‚Homeoffice‘. Ganz klar, die Zeiten als man ‚ins Geschäft‘ gehen musste, um zu arbeiten, sind vorbei.

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„Moderne Arbeitsweisen halten unaufhaltsam Einzug in unseren Arbeitsalltag“

Unsere Arbeitswelt unterliegt einem permanenten Wandel. Moderne Techniken von heute werden schon morgen von weiteren Neuerungen in den Schatten gestellt. Telefon, Fax, E-Mail, Instant Messaging, Social Networking – in dieser oder einer ähnlichen Reihenfolge verändern sich immer mehr Unternehmen nach und nach in ein Enterprise 2.0. Strukturen werden aufgebrochen, Hierarchien verlieren an Bedeutung, neue Kommunikationswege erfordern neue Arbeitsweisen. Interessanterweise benötigt man dafür jetzt aber nicht mehr zwingend Social Collaboration Tools, sondern kann z.B. auf SharePoint-Servern aufbauen. Christian Schmidt, Enterprise-2.0-Experte und Senior Account Manager bei der Know How! AG hat sich mit uns über die aktuellen Entwicklungen im Hinblick auf SharePoint-Lösungen unterhalten.

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„Social Collaboration muss ganzheitlich aufgesetzt werden“

Wenn es darum geht, die Produktivität der Mitarbeiter zu steigern, ist das Ende der Fahnenstange längst nicht erreicht. Neue Technologien, die die Zusammenarbeit unterstützen und verbessern, bringen einen stetigen Wandel der Arbeitsweisen mit sich. Auf der einen Seite steht dabei die Social-Komponente: Mitarbeiter sind besser miteinander vernetzt und vorhandenes Wissen kann effizienter geteilt werden. Auf der anderen Seite geht es auch darum, gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten, ohne dabei in einem undurchsichtigen Dschungel unzähliger Versionen zu enden.

 
In vielen Fällen werden Social Collaboration Tools angeboten, eigenständige Software-Lösungen, die implementiert werden. Daher hatte Franziska Roth, Produktmanagerin für MS-Office-Lösungen bei der Know How! AG, bisher eher wenige Berührungspunkte mit der Enterprise 2.0-Thematik. Mit der Einführung von Office 365 und verbesserten SharePoints geht es für Franziska Roth nun aber nicht mehr nur um Dokumentenverarbeitung, sondern auch um eCollaboration. Wir haben mit ihr gesprochen, wie sich Office und damit auch die Arbeitsweise wandelt.

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Vom Autor zum Produktmanager: Wilke Hannes Riesenbeck

Bei der Know How! AG war Wilke Hannes Riesenbeck bisher als E-Learning-Autor bekannt; unter anderem hat er das Web Based Training (WBT) „Go Social!“ für den Weg zum Enterprise 2.0 geschrieben. Nach über zwei Jahren als Autor hat er gemerkt, er kann noch viel mehr als „nur“ Drehbücher schreiben. Seit Ende 2013 ist er Produktmanager Enterprise 2.0, und es wird höchste Zeit, ihn und seine Meinung zu Enterprise 2.0 etwas besser kennenzulernen:

wilke_hannes_riesenbeckWie sind Sie denn Produktmanager Enterprise 2.0 geworden? Hat Ihnen das Drehbuchschreiben keinen Spaß mehr gemacht?

Doch, ich habe sehr gerne Drehbücher geschrieben, aber mir war recht schnell klar, dass ich – auch auf Grund meiner Ausbildung her – noch mehr kann und mehr Herausforderung und Verantwortung möchte. Als Produktmanager Enterprise 2.0 kann ich meine Kompetenzen noch besser einbringen und weiterentwickeln. Ich muss Qualifizierung auf allen Ebenen verstehen, muss wissen, was E-Learning ist, wie Präsenzseminare funktionieren, was sich hinter Social Learning verbirgt und wie alle Produkte ineinander greifen, um ein schlüssiges, kundenorientiertes Konzept abzuliefern.

 

Zusätzlich kommt natürlich noch viel Organisatorisches und Planerisches dazu: Produkte werden in Auftrag gegeben, intern müssen Ressourcen geplant werden etc. Ich muss außerdem ständig den Markt beobachten, um zu schauen, welche Themen den Markt antreiben und wie ich das in die Produkte der Know How! AG einbringen kann. Kurzum: Es ist einfach ein ganz toller Job, weil ich viele Perspektiven auf ein Thema kriege und die Produkte (und mich) weiterentwickeln kann.

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Wie kann ich das Symbolbild eines Ordners ändern?

bild_ordnerstrukturWenn Sie etwas Individualität in Ihre Ordnerstrukturen im Windows Explorer bringen möchten, dann wechseln Sie doch mal Ihre Ordner Icons. Ich habe das in meinen Favoriten gemacht, weil es auch die Übersichtlichkeit erhöht.

 

Es geht ganz einfach:

Ein Rechtsklick auf den entsprechenden Ordner im Windows Explorer, öffnet das Kontextmenü. Klicken Sie dort auf Eigenschaften. Im Eigenschaftenfenster klicken Sie dann auf den Reiter Anpassen und unter Ordnersymbole auf die Schaltfläche Anderes Symbol…
Nun öffnet sich ein Fenster, in dem Ihnen eine Vielzahl an Bildern zur Verfügung steht. Neben den Bildern in der Auswahlliste, können Sie, wenn Sie auf Durchsuchen klicken, auch eigene Icons verwenden. Bestätigen Sie Ihre Auswahl abschließend mit OK und klicken im Eigenschaftenfenster auf Übernehmen und OK.


Symbolbild

 

Programmicons können Sie ebenfalls mit einem Klick auf Eigenschaften im Kontextmenü des jeweiligen Programms ändern. Die Schaltfläche Anderes Symbol… finden Sie hier jedoch im Reiter Verknüpfung. Alles andere ist genau gleich wie bei den Ordnern.

 

Bitte beachten Sie, dass Sie für alle Icon-Änderungen Administratorrechte benötigen, wenn es bei Ihnen also nicht funktioniert, könnte das an den Berechtigungen liegen.

Und wenn sich in den sozialen Netzwerken keiner für uns interessiert…

…können wir da dann einfach wieder raus – Konto löschen und tschüss?

 

Erst kürzlich ist mir diese Frage auf einer Veranstaltung zum Thema Social Media begegnet. „Es ist doch peinlich, wenn wir auf Facebook dann 12 Fans haben“, hatte eine Dame, die die Kommunikation einer Unternehmensberatung verantwortet, ihre Bedenken geäußert. Oftmals sind es genau diese Ängste, die Unternehmen hemmen, wenn es um den Einstieg in die Social-Media-Welt geht.

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Keine Frage: Unternehmensauftritte in den sozialen Medien leben von den Aktivitäten der Community. Natürlich schaut man gerne auf große Marken mit Hunderttausenden oder gar Millionen von Fans oder Follower, die den Austausch auf den sozialen Unternehmensseiten befeuern. Schön ist es anzusehen, wenn auf ein neues Facebook- oder Blog-Posting binnen Minuten zahlreiche Likes, Shares und Kommentare erscheinen.

 

Gehen wir jedoch von einer Unternehmensberatung mit 50 Mitarbeitern aus, haben wir eine ganz andere Ausgangssituation. Nicht nur, dass eine solche Fanzahl für ein kleines Unternehmen mit Bordmitteln gar nicht kontrollierbar wäre – die geringe Markenbekanntheit und eher nüchternen Themen unserer Beispiel-Unternehmensberatung locken eben nicht die großen Massen an. Sind die Botschaften jedoch gut aufbereitet, bildet sich schon bald ein „Fanstamm“, der ein echtes Interesse an den Inhalten hat. Und auch wenn der anfangs noch recht klein ist, ist er trotzdem von großer Bedeutung.

 

Denn häufig sind es genau diese Nutzer, die auch mit der Unternehmensseite interagieren und nicht nur still beobachten. Und: Oftmals haben sie in ihrem sozialen Freundeskreis Menschen mit ähnlichen Interessen, denen sie die Inhalte der Unternehmensberatung durch Likes und Shares weiterempfehlen. So findet nach und nach ein organisches Wachstum statt und das Unternehmen kann sich an einer involvierten Community erfreuen.

 

Doch zuallererst muss man diese Menschen auf sich aufmerksam machen und sie dann auch mit passenden Botschaften bei der Stange halten. Das geht nicht einfach so nebenbei – eine langfristige Strategie und die Einbeziehung verschiedener Mitarbeiter ist unverzichtbar. Nur so kann ein ausgereifter und umfassender Redaktionsplan entstehen. Und nur so kann das Unternehmen in den sozialen Medien authentisch auftreten – spontane Schnellschüsse führen nur selten zum Erfolg. Und egal in welchem Stadium sie sich befinden: Hören Sie den Nutzern zu und lernen sie daraus.

 

Bild: Helene Souza  / pixelio.de

Online-Reputation – zuhören, reagieren, daraus lernen

In den vergangenen Wochen gab es hier im Blog einige Tipps, wie Unternehmen die richtigen Kanäle und Botschaften für ihren Social-Media-Auftritt finden. Auch die Redaktionsplanung, die Authentizität sowie die Einbindung verschiedener Mitarbeiter und Abteilungen waren bereits Thema.

OIM Online Identity Management

Sind diese Abläufe erst einmal geregelt und organisiert, hat das Unternehmen bereits einen riesigen Schritt in Richtung erfolgreiche Social-Media-Relations getan. Doch nicht nur was man selbst ins Social Web einstellt ist entscheidend. Noch viel wichtiger ist, was dort auch ohne eigenes Zutun bereits vorhanden ist.

 

Ganz unabhängig davon, ob ein Unternehmen selbst im Web 2.0 aktiv ist, sollte es zumindest immer genau zuhören. Es gibt viele Arten von Inhalten, die der Reputation eines Unternehmens schaden können: Ein vernichtender Blogbeitrag über ein neues Produkt oder den Service, ein Forenbeitrag, in dem ein Kunde Dampf ablässt oder aber schlechte Bewertungen bei Online-Handelshäusern oder Arbeitgeber-Bewertungs-Plattformen sind nur einige Beispiele.

 

Im Web 2.0. wird über Sie geredet, ob Sie nun zuhören oder nicht

 

Kleine Kinder halten sich die Augen zu, in der vollen Überzeugung, dann nicht mehr gesehen zu werden. Wenn Verantwortliche in Unternehmen glauben, es ist besser, das Web 2.0 weitläufig zu umgehen, um nicht in Kritik oder gar Shitstorms zu geraten, ist das ganz ähnlich: Gespräche, Kritik, Lob finden statt, so oder so.

 

Und das sollten sich Unternehmen zunutze machen. Kaum auf einem anderen Kanal kann man so einfach Rückmeldung bekommen, wie im Social Web.

Wo gibt es Kritikpunkte? Was ärgert unsere Kunden? Warum haben wir Kunden verloren? Aber auch genauso: Was machen wir gut? Warum mögen uns unsere Kunden? Und warum kommt ein Kunde vielleicht sogar nach einem Ärgernis wieder zu uns zurück? Natürlich kommt es auf die Größe und die Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens an, ob es in den Social Media häufig erwähnt wird oder eher weniger.

 

Aber ganz unabhängig davon, sollte ein regelmäßiges Monitoring stattfinden, um Stärken und Schwächen des Unternehmens zu erkennen. Um zu sehen, wie es um die eigene Online-Reputation bestellt ist.

 

Und wenn man da dann auf herbe Kritik stößt?

 

Dann hat man schon einmal einen Vorteil – man weiß davon und kann daran arbeiten. Und noch mehr: Unternehmen sollten in dieser Situation versuchen, „das Heft in die Hand zu nehmen.“ Sicherlich gibt es sachliche und unsachliche Kritik, teilweise sogar beleidigende Inhalte. Es gibt keinen allgemeingültigen Rat, wie man mit Kritik im Social Web umgehen sollte. Im Endeffekt kann die Reaktion des Unternehmens viele Facetten haben.

 

Eine sachliche Erklärung, warum etwas leider nicht anders geht, ein Vorschlag, wie man den Kunden in Zukunft besser zufrieden stellen will, eine einfache und ehrliche Entschuldigung. Es gibt einige Beispiele, wie Unternehmen mit professionellen oder humorvollen Reaktionen die Netzgemeinde auf ihre Seite gezogen haben, oder aber auch durch unpassende Reaktionen zusätzlich eine Vielzahl von anderen Menschen gegen sich aufgebracht haben:

 

Der Sportartikel-Hersteller Jako mahnt einen Blogger ab

 

Der WWF: Krisen-PR mit Öffnungszeiten

 

Die Deutsche Bahn und eine enttäuschte Liebe

 

 

„Ein Mitmach-Zwang von oben kam nie in Frage“

Yvonne Seibold, Projektleiterin und Trainerin bei der Know How! AG, hat in ihrem Blogbeitrag bereits erläutert, welche Vorteile ihr der unternehmesweite Einsatz von Yammer bringt. „Damit so etwas im Unternehmen realisiert werden kann, ist es extrem wichtig, dass die Führungskräfte mitmachen, die Sache unterstützen und die neue Art der Kommunikation und Zusammenarbeit vorleben“, hat sie in ihrem Fazit geschrieben.

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Wie erstelle ich ein Literaturverzeichnis in Word?

Vor allem in wissenschaftlichen Arbeiten ist es oftmals Vorschrift, dass alle verwendeten Quellen in einem Literaturverzeichnis am Ende des Dokuments angegeben werden. Dies ist mühsam und beansprucht viel Zeit, wenn man das Verzeichnis per Hand erstellt, zumal es am Ende auch noch alphabetisch sortiert werden muss. Viel Zeit können Sie sparen, wenn Sie gleich im Text die jeweilige Quelle als solche markieren, denn dann müssen Sie am Ende des Dokuments nur noch auf Literaturverzeichnis einfügen klicken und Word erstellt Ihnen Ihr Literaturverzeichnis ganz automatisch aus den bereits gespeicherten Quellen in alphabetischer Reihenfolge.

 

Wie das geht? Einfacher als Sie denken! Setzen den Cursor an die Stelle, an der der Verweis eingefügt werden soll. Wählen Sie dann unter Verweise, Zitate und Literaturverzeichnis eine Formatvorlage aus, nach der Sie zitieren wollen, beispielsweise den APA-Stil. Danach müssen Sie nur an der entsprechenden Textstelle auf Zitat einfügen und Neue Quelle hinzufügen… klicken.

Nun öffnet sich das Fenster Quelle erstellen, in dem Sie entsprechend des Quellentyps, den Sie im Dropdown-Menü ändern können, die Angaben zur verwendeten Quelle eingeben und mit OK speichern können. Weitere Informationen zu einer Quelle können hinzugefügt werden, indem Sie das Kontrollkästchen Alle Literaturverzeichnisfelder anzeigen aktivieren. Die Quellengaben im Text werden von Word automatisch in Klammern hinter der jeweiligen Textstelle eingefügt.

 

 

Unter Quellen verwalten finden Sie alle bereits gespeicherten Quellen und können auch nachträglich Änderungen vornehmen. Haben Sie alle Quellen als solche markiert? Dann müssen Sie zur Erstellung des Verzeichnisses nur noch im Menüband unter Verweise, Literaturverzeichnis auf Literaturverzeichnis einfügen klicken. Die Gefahr, eine im Text zitierte Quelle zu vergessen, besteht im Gegensatz zu einem manuell erstellten Verzeichnis nicht.

 

Tipp:

Sie haben die Quelleninformationen nicht zur Hand? Dann setzen Sie einen Platzhalter, indem Sie auf Zitate einfügen und Neuen Platzhalter hinzufügen… klicken. So vergessen Sie die Quellenangabe nicht und können die Informationen einfach später hinzufügen.

Recruiting 2.0 – wie macht man das eigentlich?

Antworten auf diese Frage gab es am 30. April 2013 bei der 8.Veranstaltung des „bwcon: Creative Think Net – Social Media“. Rund 40 Interessierte kamen zu Sympra, um aus den Vorträgen von Katharina Seydewitz, Alexandra Beisch und Simone Schuhmacher neue Impulse für das eigene Unternehmen mitzunehmen. Denn immer mehr Unternehmen müssen sich mittlerweile dem „War for Talent“ stellen und müssen die Wege der klassischen Personalgewinnung verlassen, um Experten für einen Job bei sich zu begeistern. Die sogenannte „Generation Y“ hat andere Bedürfnisse und muss anders angesprochen werden; daher kommen viele Firmen um Recruitingaktivitäten in den sozialen Netzwerken nicht mehr herum. Begonnen hat der Abend mit einem Vortrag der Personalberaterin Katharina Seydewitz, die auf die strategischen Punkte einging, Alexandra Beisch, Personalreferentin bei digital media center (dmc) hat dann aus der Praxis in ihrem Unternehmen berichtet. In diesem Rückblick auf die Veranstaltung habe ich beide Vorträge vereint:

 

 „Recruiting 2.0 – was ist das eigentlich?“ Theorie und Praxis

 

Katharina Seydewitz versteht unter Recruiting 2.0 „das weiterentwickelte Recruiting-Verhalten von Arbeitgebern durch das Einbeziehen der Möglichkeiten des Web 2.0 im War for Talent“. Dazu gehören für Sie dann drei unterschiedliche Aspekte:

  1. Positionierung als Arbeitgeber
    Die sozialen Medien sind ein gutes Kommunikationsinstrument, um das Arbeitgeberimage zu optimieren. Jedoch braucht es dazu eine gute Strategie; das Senden von allgemeingültigen Marketingaussagen reicht der Generation Y nicht. Seydewitz empfiehlt daher ein zielgruppenorientiertes Employer-Branding-Konzept zu definieren, denn zuerst mal muss man ja wissen, mit wem man wie redet. Dann geht es an die Auswahl der passenden Instrumente im Web 2.0. Und letztlich müssen klare Verantwortlichkeiten abgesteckt werden, damit Recruiting 2.0 gut laufen kann. Dazu gehört auch Punkt 2:
  2. Mitarbeiter als Markenbotschafter gewinnen
    Denn Bewerber informieren sich im Web 2.0 aktiv über den potenziellen neuen Arbeitgeber. Um in den sozialen Medien ein authentisches und glaubwürdiges Bild des Unternehmens zu kommunizieren, gehören ehrliche Mitarbeiterstimmen dazu. Daher soll das Team beim Recruiting 2.0 unterstützen und eine pro-aktive Umgangsform mit Bewertungsplattformen gefunden werden.
  3. Interaktion mit der Zielgruppe
    Um den gewünschten Austausch im Web 2.0 zu fördern, ist es wichtig, dass man aktiv auf die Zielgruppe zugeht. Das heißt konkret: Suchen Sie den Kontakt zur Zielgruppe! Dazu gehört auch, offen für Feedback und Kritik zu sein und die Kommunikationsgewohnheiten der Zielgruppe zu beachten.

Welche Plattformen für ein Unternehmen relevant sind, muss jeder selbst herausfinden, aber Seydewitz gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Möglichkeiten. Dazu gehören soziale und Business-Netzwerke wie Facebook, Xing oder LinkedIn. Micro-Blogs wie Twitter können relevant sein, aber auch ein eigener Unternehmens-Blog kann zielführend sein. Nicht zu unterschätzen sind auch Arbeitgeber-Bewertungsplattformen wie z.B. kununu.de. Und auch ein YouTube-Kanal kann ein guter Weg sein, um potenzielle Bewerber zu informieren.

Bei dmc sieht das dann konkret so aus: Über die Facebook-Seite soll Begeisterung für dmc als Arbeitgeber geweckt werden und das schon vor der Stellensuche! Offene Stellen werden hier natürlich auch kommuniziert, jedoch eher nebenbei und dezent. Für Alexandra Beisch ist es wichtig, auf der Facebook-Seite vor allem Emotionen zu wecken und relevante Informationen zu transportieren. Um zu zeigen, wie „die bei dmc so ticken“, nutzt dmc auch intensiv YouTube. Kurze authentische Filme sollen die Unternehmenskultur bei dmc verdeutlichen. Bei kununu.de „warnt“ Alexandra Beisch augenzwinkernd vor der Transparenz. Denn hier können (ehemalige) Mitarbeiter den Arbeitgeber bewerten und das ganz ehrlich. „Natürlich kommt da auch mal eine negative Bewertung raus,“ so Beisch. „Diese akzeptieren wir aber, denn manchmal passt es halt einfach nicht, das können wir schon nachvollziehen.“ Für potenzielle Bewerber ergibt das natürlich auch ein rundes Bild, denn auch sie sehen von Beginn an, das es (wie überall) auch bei dmc zwei Seiten der Medaille gibt. Bei XING hat dmc eine eigene Unternehmensseite, und sehr viele Mitarbeiter haben ein eigenes Xing-Profil, so können sich Bewerber auch schon ein Bild von ihren potenziellen Kollegen machen. Außerdem werden hier die aktuellen Stellenangebote gepostet. Hier wird auch aktiv auf passende Kandidaten zugegangen.

Eine Besonderheit bei dmc ist zudem die Einbindung auf zielgruppenspezifischen Websites. So gab es 2012 es eine Coding Challenge, die als öffentlicher Wettbewerb auf der Plattform cosni für Webentwickler betrieben wurde.

Die Chancen, die sich für die Arbeitgeber durch Web 2.0 bieten, sind also vielfältig:

  • Die Nähe zur Zielgruppe wird erhöht.
  • Durch Bilder und Videos oder auch nur durch Kommentare werden Emotionen transportiert.
  • Weil der Bewerber ein umfassenderes Bild des Unternehmens bekommt, erhält man passende Bewerbungen.
  • Durch Feedback im Web 2.0 kann man besser werden.

Doch „wo Licht ist, ist auch Schatten“ betont Seydewitz und geht auf die Risiken ein:

  • Bei fehlender Social-Media-Kompetenz kann Recruiting 2.0 auch daneben gehen.
  • Ohne klare Regeln und Verantwortlichkeiten sollte man nicht starten
  • Für einen feindlichen Angriff (z.B. negative Kommentare von unzufriedenen Ehemaligen) sollte man gewappnet sein.

 

Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz – auch ein Auswahlkriterium

Im Anschluss an das Hauptthema Recruiting 2.0 hat Simone Schuhmacher von der MFG ein interessantes Projekt vorgestellt: KMU4Family unterstützt Unternehmen auf dem Weg zum familienfreundlichen Arbeitgeber – denn auch das ist ein Kriterium für die Generation Y. Auf der Website können Interessierte einen Unternehmens-Check machen um zu sehen, wie Ihr Unternehmen bei diesem Thema aufgestellt ist.

 

 

Die anschließende Diskussion und in Einzelgesprächen beim Get-Together bewiesen: Eine rundum gelungene Veranstaltung, die offene Fragen geklärt hat.

Veranstaltet wird das Creative Think Net (CTN) regelmäßig von Baden-Württemberg: Connected e.V. (bwcon) im Rahmen des Netzwerks Kreativwirtschaft Baden-Württemberg gemeinsam mit dem CTN Social Media Board, bestehend aus Veit Mathauer (Sympra GmbH), Jochen Günther (Fraunhofer IAO) und Frieder Tempel (Know How! AG).