Wie stelle ich in Word die automatische Silbentrennung ein?

Ohne die Silbentrennungsfunktion brechen lange Worte am Zeilenende komplett um. Ein längerer Text kann so schnell unordentlich wirken. Die automatische Silbentrennungsfunktion von Word schafft hier häufig Abhilfe.

 

 

In der Regel ist die Funktion jedoch nicht voreingestellt, sondern muss aktiviert werden. Klicken Sie dazu auf den Reiter Seitenlayout im Menüband. Unter Seite einrichten findet sich die Option Silbentrennung. Mit einem Klick auf die Schaltfläche öffnet sich das Kontextmenü. Sie können zwischen einer automatischen und einer manuellen Silbentrennung wählen. Unter Silbentrennungsoptionen lassen sich die Einstellungen für die Anzahl der aufeinanderfolgenden Trennstriche sowie die Silbentrennzone in Zentimetern individuell anpassen.

 

Die manuelle Silbentrennung ermöglicht es Ihnen, die Textzeilen jeweils einzeln zu bearbeiten. Bei jedem Trennvorschlag entscheiden Sie, ob dieser übernommen wird oder nicht. Vorsicht: Der Aufwand und die Fehleranfälligkeit sind bei dieser Vorgehensweise nicht zu unterschätzen!

 

Im Gegensatz dazu gelten die Einstellungen bei der automatischen Silbentrennung für das gesamte Dokument. Doch auch hier gibt es immer wieder Probleme: An manchen Stellen ist zwar eine Trennung grammatikalisch zulässig, irritiert jedoch beim Lesen und behindert dadurch den Lesefluss. Mit einem kleinen Trick können Sie auch bei der automatischen Trennfunktion einzelne Wörter von der Trennung ausschließen.

 

Tipp:

Microsoft Word nimmt die Silbentrennung entsprechend der Einträge im Wörterbuch vor. Deaktivieren Sie die Rechtschreibprüfung für das betreffende Wort, indem Sie das Wort markieren und im Menüband zum Register Überprüfen wechseln. Klicken Sie dort auf Sprache und dann auf Sprache für die Korrekturhilfen festlegen.

 


 

 

Soziales Netzwerk, Wiki oder Blog – was brauchen meine Mitarbeiter?

Schon zu Beginn dieses Jahrzehnts setzten bereits 69% der deutschen Unternehmen Wikis ein, 61% griffen intern auf Blogs zurück und immerhin 44% verfügten über interne soziale Netzwerke – das ergab eine Studie der Centrestage GmbH. Die Vorteile der jeweiligen Plattform liegen auf der Hand. Jedoch sollte jedes Unternehmen im Vorhinein gründlich abwägen, was es sich vom internen Einsatz dieser Medien verspricht und welche Plattform am meisten Sinn macht.

Bereits vorhandene technische Voraussetzungen ist eines der Punkte, die vorab geprüft werden sollten. So können Unternehmen die mit Microsoft SharePoint arbeiten, relativ unkompliziert Wikis, Blogs oder soziale Netzwerke integrieren. Wer nicht über solche Grundlagen verfügt, sollte sich vorab beraten lassen, welche Kosten und welcher Aufwand mit der technischen Umsetzung des präferierten Kanals verbunden sind. Grundsätzlich gilt: Alles ist möglich, aber ist es auch nötig?

 

Daher die Vorzüge verschiedener Möglichkeiten in Kürze:

 

Ein internes Wiki als Ideenspeicher und Wissensdatenbank

Häufig stolpern unterschiedliche Mitarbeiter immer wieder über dieselben Fragen. Die Suche nach Antworten in alten Mails oder bei Kollegen ist sehr zeitraubend.

  • Im Wiki kann jeder Mitarbeiter einen neuen Beitrag anlegen, um seine Erkenntnisse für sich und seine Kollegen zu speichern.
  • Kollegen, die mehr über ein Thema wissen, können den Artikel problemlos erweitern.
  • Durch die Suche können die Beiträge schnell gefunden werden.
  • Nur wenn Mitarbeiter sich die Arbeit mit dem Wiki verinnerlichen, kann eine umfangreiche Wissensdatenbank entstehen.
  • Mit der Zeit entsteht eine Wissensdatenbank, die vor allem für neue, aber auch für erfahrene Kollegen eine große Hilfe und enorme Zeitersparnis darstellt.

 

Und wenn die Meinung der Mitarbeiter gefragt ist…

Im Vergleich zu einem Wiki, bilden Blogs und interne soziale Netzwerke (z.B. Yammer) die Geschehnisse chronologisch ab und lassen den Mitarbeitern mehr Raum für Interaktionen.

  • In einen Blog können Mitarbeiter eigene Beiträge erstellen und kommentieren.
  • In einem sozialen Netzwerk können Mitarbeiter ebenfalls Beiträge verfassen und kommentieren. Darüber hinaus können Mitarbeiter über den Like-Button schnell und einfach ihre Zustimmung aussprechen. Die Mitmachhürde ist damit vor allem für Social-Media-Neulinge anfangs geringer.
  • Durch den chronologischen Aufbau können regelmäßige Beiträge institutionalisiert werden. So kann beispielsweise der Vorstand jeweils zum Ende des Monats einen Rückblick veröffentlichen.
  • Die Möglichkeit Videos einzubinden, macht einen Blog und ein soziales Netzwerk lebendiger.

Welche Plattform Sinn macht, ist also stark davon abhängig, über welche Voraussetzungen ein Unternehmen verfügt und welche Ziele es mit der Einführung verfolgt. Geht es darum, das Informationsmanagement zu verbessern und einen zentralen Wissensspeicher zu erstellen, ist das Wiki die richtige Lösung. Dem entgegen laden Blogs und soziale Netzwerkplattformen mehr zum Meinungsaustausch ein.

 

Bild: Gerd Altmann  / pixelio.de

Kontinuierliches Lernen mit Social Media

Gastbeitrag von Wilke Riesenbeck, E-Learning-Autor bei der Know How! AG

 

Ich würde mich hierüber gerne mit jemandem austauschen!“ ist eine typische Aussage von Absolventen einer Lerneinheit. Denn obwohl gute Lernprogramme und Seminare nah an den Interessen der Lernenden ausgerichtet sind, gibt es mit der Zeit zunehmenden Gesprächsbedarf. Genau an diesem Punkt setzen Social Learning Formate an, die ein Lernen auch über die Lerneinheit hinaus ermöglichen.

 

Lernen als kontinuierlicher Prozess
Sowohl Lernprogramme als auch Seminare haben einen festen Platz in der beruflichen und betrieblichen Weiterbildung. Denn beide bestechen durch professionell aufbereitete Inhalte, klar definierte Lernziele und anerkannte Zertifizierung. Doch spätestens wenn das Gelernte am Arbeitsplatz angewendet werden soll, treten die ersten Unsicherheiten auf. Sei es wegen zu großer Divergenzen zwischen Theorie und Praxis oder aufgrund mangelnder Vergleichslösungen von Kollegen – der Lerntransfer scheitert oft bevor er überhaupt begonnen hat. Selbst wenn dies nicht der Fall ist, verliert der Lerninhalt mit der Zeit an Aktualität, ohne dass den Mitarbeitern dies bewusst wäre. Beide Szenarien laufen auf die gleiche Erkenntnis hinaus: Gelungenes Lernen ist kein punktuelles Ereignis, sondern ein kontinuierlicher Prozess.

 

Gemeinsames Lernen in der Community
Wie kann Social Learning, d. h. das Lernen mit Social Media, hier nun Abhilfe schaffen? Die Antwort liegt einem Zusammenschluss der Lernenden zu einer Lern-Community. In einer solchen Community kommen Mitarbeiter zusammen, die ähnliche Lerneinheiten absolviert haben und sich nun weiterhin mit dem Inhalt auseinandersetzen möchten. Hierbei erörtern sie inhaltliche Fragen, diskutieren Transferprobleme und bringen weiterführende Materialien ein. Wie aktiv sich die Mitarbeiter einbringen, entscheiden sie je nach individuellem Bedarf. Als Tool für solche Communities eigenen sich insbesondere interne soziale Netzwerke wie Yammer, Communote oder Connections. Im Idealfall sind diese im Unternehmen bereits vorhanden, so dass die Mitarbeiter für ihr Lernthema lediglich eine neue Gruppe anlegen müssen. Auch wir bei der Know How! AG arbeiten für unsere interne Weiterbildung sehr erfolgreich mit themenspezifischen Yammer-Gruppen.

 

Mehrwert durch Kuratoren und Experten
Um das Lernen in der Community zu unterstützen, können Unternehmen einen Kurator ernennen, der den Inhalt der Community systematisch aufwertet. Hierfür hilft er dabei, die Diskussion der Mitarbeiter durch eigene Beiträge zu strukturieren und weiter voran zu bringen. Zudem steuert er gezielt relevante Quellen aus dem (Social) Web bei und verweist die Community so auch auf aktuelle Neuerungen. Je mehr fachliche Expertise der Kurator besitzt, desto mehr kann er auch auf inhaltliche Fragestellungen eingehen. Trainer oder Fachexperten eigenen sich daher besonders gut für diese Aufgabe. Doch auch die Expertise der Mitarbeiter darf nicht außer Acht gelassen werden. Besonders kommunikationsstarke Mitarbeiter können die Community um einen eigenen Blog bereichern, in welchem sie ihre Erfahrungen schildern und mit ihren Kollegen diskutieren. Solche Blogs können auch ein Instrument sein, um gemeinsam an Aufgaben zu arbeiten, die im Anschluss an die Lerneinheit gestellt wurden. Die Lernenden werden dabei zu Prosumenten, die Inhalte nicht nur konsumieren, sondern auch produzieren.

 

Der Aufwand lohnt sich
Natürlich sind solche Communitys keine Selbstläufer. Zum einen braucht es Multiplikatoren, welche die Lerngemeinschaft durch ihr Engagement beleben. Zum anderen müssen die Mitarbeiter vom Wert des Social Learning überzeugt und für dessen Anforderungen fit gemacht werden. Für uns als Know How! lag es da nahe, unseren Kollegen neben Präsenzveranstaltungen auch Zugang zu unserem Social Media Lernprogramm „Go Social!“ und unserem Online-Trainingscamp „EWPP“ zu geben. Eine „How-to-Yammer“ Gruppe findet sich in unserem Netzwerk natürlich auch. Zweifelsohne ist die Einführung von Social Learning mit einem gewissen Initialaufwand verbunden. Doch der enorme Mehrwert des kontinuierlichen Lernens ist die Mühe definitiv wert.

 

_______________________________________________________

 

Als E-Learning Autor und Social Media Experte entwickelt Wilke Riesenbeck neben seinem Job als Drehbuchautor auch Konzepte zu Social Learning. In seinem eigenen Blog schreibt er zudem regelmäßig über neue Methoden des E-Learnings und interessante Entwicklungen im Bereich Social Media.